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BUND begrüßt Rückgang der Tierbestände in Sachsen und fordert Umbau der Landwirtschaft

BUND begrüßt Rückgang der Tierbestände in Sachsen und fordert Umbau der Landwirtschaft
Schweinefleisch und Rindfleisch liegen in einer Fleischtheke in einem Supermarkt. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat den Rückgang der Bestände an Schweinen und Rindern in Sachsen begrüßt und einen konsequenten Umbau der Landwirtschaft verlangt. «Klimaschutz gelingt nur mit einer Reduzierung tierischer Produkte. Die Tierhaltung müsste global um rund drei Viertel reduziert werden. Sie beansprucht für Futtermittelproduktion und Weiden bislang rund vier Fünftel der Agrarflächen weltweit», erklärte der sächsische BUND-Vorsitzende Felix Ekardt am Mittwoch in Dresden. Die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft wie etwa Treibhausgasemissionen, der massenhafte Einsatz von Pestiziden und die Überdüngung zulasten der Biodiversität würden primär an Fleisch, Milch und Käse hängen.

Das Landesamt für Statistik in Kamenz hatte am Montag Zahlen zu den Tierbeständen ermittelt. Demnach wurden im Vorjahr in sächsischen Betrieben so wenig Schweine und Rinder gehalten wie seit 1992 nicht mehr. Ende 2023 waren rund 457.200 Schweine und 432.100 Rinder erfasst worden. Im Fünfjahresvergleich reduzierte sich der Bestand der Schweine um fast ein Drittel (31,7 Prozent). Dagegen verzeichnete der Schafbestand im Freistaat einen leichten Zuwachs. In 420 Betrieben wurden 66.300 Tiere registriert, 3900 Schafe mehr als 2022.

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Der BUND schlug unter anderem vor, die Mengensteuerung der Tierhaltung auf EU-Ebene dadurch anzugehen, dass man die Tierhaltung in den Emissionshandel integriert. Zudem forderten die Umweltschützer ein Reduktionsprogramm für Pestizide und mehr Forschungs- und Fördermittel für den ökologischen Anbau. «Die Landwirtschaft der Zukunft wird stärker in kleinräumigen Kreisläufen, mit einer effizienteren Nutzung des Nährstoffangebots und einer intelligenteren Bekämpfung von Schädlingen operieren müssen», betonte Ekardt.

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