Umweltverbände haben die Länder Brandenburg und Sachsen aufgefordert, die Folgen des Braunkohleabbaus finanziell abzusichern. «Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die sogenannten Vorsorgevereinbarungen, die Brandenburg und Sachsen mit dem Braunkohleunternehmen Leag geschlossen haben, zur Absicherung der Folgekosten ungeeignet sind», teilten die Grüne Liga, Greenpeace und das Bündnis Klima-Allianz Deutschland am Donnerstag in Berlin mit. Die Braunkohle-Folgekosten seien unzureichend abgesichert.
Zudem zweifelten die Umweltverbände die Zuverlässigkeit der Leag- Mutter an, des tschechischen Finanzinvestors EPH. Er hatte die Braunkohlesparte vom schwedischen Staatskonzerns Vattenfall übernommen. «Der Wirtschaftsausschuss des schwedischen Parlaments befasst sich derzeit unter anderem mit Korruptionsvorwürfen, die sich aus jüngst bekannt gewordenen Regierungsdokumenten ergeben», hieß es. Neu aufgetauchte Papiere zu diesem Fall müssten auch in Deutschland umgehend von unabhängiger Seite ausgewertet werden.