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Bosch eröffnet Chipfabrik in Dresden und startet früher mit Produktion

Ein Mitarbeiter steht während eines Presserundgangs in der neuen Halbleiterfabrik von Bosch im Reinraum. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Mitarbeiter steht während eines Presserundgangs in der neuen Halbleiterfabrik von Bosch im Reinraum. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Bosch startet in Dresden und will früher als geplant mit der Produktion beginnen. Die ersten Halbleiter kommen in den eigenen Elektrowerkzeugen zum Einsatz.

Der Technologiekonzern Bosch hat in Dresden seine neue Halbleiterfabrik in Betrieb genommen. «Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz heben wir in Dresden die Produktion von Halbleitern auf ein neues Level», sagte Bosch-Chef Volkmar Denner am Montag zur Eröffnung. Künftig will das Unternehmen in der sächsischen Landeshauptstadt auf 300-Millimeter-Wafern Chips für das Internet der Dinge und die Automobilindustrie produzieren. Die Fabrik läuft vollständig digitalisiert und vernetzt und gilt als Europas modernste Chipfabrik. Langfristig sollen in Dresden rund 700 neue Arbeitsplätze entstehen, derzeit arbeiten 250 Beschäftigte am Standort.

Bosch will die Produktion bereits im Juli starten - ein halbes Jahr früher als geplant. Zunächst sollen die Halbleiter in Bosch-Elektrowerkzeugen zum Einsatz kommen, im September soll die Chip-Produktion für die Autoindustrie starten. «Wir tragen durch den vorgezogenen Anlauf dazu bei, dass der Druck etwas reduziert wird», sagte Denner mit Blick auf die weltweite Knappheit an Halbleitern. Viele Autobauer und Elektronikhersteller kämpfen derzeit damit, dass nicht genügend Chips auf dem Markt zur Verfügung stehen. Denner ging davon aus, dass die Industrie noch «schwierige Monate» vor sich habe, sich die Situation aber 2022 nach und nach wieder normalisiere.

Der Fabrikbau wurde mit rund 140 Millionen Euro vom Bund im Rahmen eines EU-Förderprogrammes für die Mikroelektronik (IPCEI) unterstützt. Rund eine Milliarde hat Bosch investiert - nach eigenen Angaben die größte Investition der Firmengeschichte. Eine starke Mikroelektronik-Industrie in Deutschland sei notwendig, um bei Zukunftstechnologien wie 5G, Künstlicher Intelligenz und automatisiertem Fahren vorn mit dabei zu sein, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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