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Aktuelle Schwierigkeiten im Automotive Cluster Ostdeutschland

Aktuelle Schwierigkeiten im Automotive Cluster Ostdeutschland
Ein Symbol markiert einen Parkplatz an einer Ladesäule für Elektroautos. / Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Von: DieSachsen News

Trotz aktueller Schwierigkeiten sieht das Automotive Cluster Ostdeutschland keine Abkehr von der Elektromobilität. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass dieser Wandel ein steiniger Weg werde, sagte Verbandsgeschäftsführer Jens Katzek der Deutschen Presse-Agentur. «Die Elektromobilität hat eine klare Priorität für die Zukunft. Daran ändert sich nichts.» Doch müsse dieser Weg von Politik und Unternehmen gemeinsam gegangen werden.

Katzek beklagte eine Verunsicherung der Verbraucher durch politische Entscheidungen. Als Beispiel nannte er bürokratische Hürden bei der Förderung von Elektro-Autos. So könnten Anträge hierfür erst mit der Zulassung des neuen Wagens gestellt werden und es gebe keinen Rechtsanspruch auf den Zuschuss. Dadurch müssten Autokäufer zunächst in Vorleistung gehen - ohne genau zu wissen, ob sie die Förderung auch erhalten. Ein zentrales Element sei zudem der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Hier fehle es an Dynamik, monierte Katzek.

Bei Beschäftigten von Volkswagen in Zwickau wächst seit einiger Zeit die Sorge um die Zukunft ihres Standortes. Denn dort werden nur noch E-Autos produziert, deren Nachfrage inzwischen angesichts hoher Preise und sinkender Förderung unter den Erwartungen bleibt. An diesem Donnerstag ist in Zwickau eine Betriebsversammlung anberaumt. Im Gespräch ist ein sukzessiver Stellenabbau, indem befristete Verträge nicht verlängert werden. Mehr als 2000 der rund 10.700 Beschäftigten haben derzeit so einen befristeten Vertrag. Zudem bangen Beschäftigte um den Wegfall von Zuschlägen, wenn Schichten reduziert werden.

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Laut Katzek verfolgen die Autobauer in der Region beim Umstieg auf E-Autos verschiedene Strategien. Anders als Volkswagen, das sein Werk in Zwickau zur reinen E-Auto-Fabrik umgerüstet hat, setzten andere wie BMW auf eine Mischproduktion von Verbrennern und E-Autos. Darüber hinaus habe die Nachfrageschwäche auch Folgen für hiesige Zulieferer. Denn wenn weniger Autos gebaut werden, brauche es dafür auch weniger Teile, rechnete Katzek vor.

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