Sachsens Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) will die Tierhaltung gemeinsam mit den Landwirten nachhaltiger gestalten. «Ich sehe da Handlungsbedarf, auch wenn sich einige Dinge schon bewegt haben», sagte der Minister auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Probleme ließen sich aber nur gemeinsam mit der Branche lösen. «Wir haben uns im Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine Nutztierstrategie zu erarbeiten und wollen dabei alle Akteure einbeziehen - neben den Landwirten auch Verbraucher, Handel und Tierschutzverbände. Und wir planen ein Programm für eine besonders gute Tierhaltung.»
«Wir wollen, dass sich die Tierhaltung signifikant verändert. Die Tiere brauchen mehr Platz und die Möglichkeit, sich beschäftigen zu können», betonte der Minister. Die in den vergangenen Jahrzehnten gebauten Anlagen seien nicht immer auf diesen Fokus ausgerichtet gewesen. Es gehe bei den großen Tierhaltungsanlagen darum, die Stoffkreisläufe in den Griff zu bekommen. Deshalb lege man Wert auf eine «bodengebundene Tierhaltung» mit angemessenen Beständen.