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Geflügelpest hat Dresden erreicht

Symbolbild Wildgänse / pixabay wzdigiphoto
Symbolbild Wildgänse / pixabay wzdigiphoto

Die Landeshauptstadt Dresden meldet den ersten Fall von Geflügelpest in diesem Winter. Nach dem Fund zweier toter Graugänse in Leuben sind dringend Maßnahmen zur Eindämmung notwendig. Geflügelhalter sollen sicherstellen, dass kein Kontakt mit Wildvögeln stattfindet.

Erstmals in diesem Winter hat die Geflügelpest Dresden erreicht. Ende des vergangenen Jahres wurden zwei wilde Graugänse tot an der Kiesgrube im Stadtteil Leuben gefunden, die mit dem Geflügelpest-Erreger H5N1 infiziert waren, teilte die Landeshauptstadt mit. Dies wurde durch Untersuchungen des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) bestätigt.

Tote Tiere an Feuerwehr melden

Im Dresdner Stadtgebiet ist es wichtig, tote Tiere, insbesondere Wildvögel, nicht anzufassen. Funde sollten der Feuerwehr gemeldet werden. Diese arbeitet gemeinsam mit den Tierseuchenbekämpfern des Veterinäramts, um die Tierkörper zu beseitigen und gegebenenfalls eine Untersuchung durchzuführen. Dieses Vorgehen soll einer weiteren Ausbreitung des hochansteckenden Virus entgegenwirken und die lokalen Geflügelbestände schützen.

Geflügelhalter sind aufgefordert, erhöhte Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Geflügel sollte so gehalten werden, dass kein Kontakt zu Wildvögeln besteht. Für Stall oder Auslauf sind separate Schutzkleidung und Stallschuhe vorgeschrieben. Falls ein Tier tot gefunden wird, Symptome zeigt oder weniger Eier legt, muss das Veterinäramt informiert werden.

Bereits mehrere Ausbrüche in Sachsen

Im angrenzenden Landkreis Meißen musste Mitte Dezember aufgrund eines Geflügelpestausbruchs der gesamte Bestand eines Geflügelbetriebs mit rund 310.000 Tieren getötet werden. Zuvor gab es in diesem Gebiet Ausbrüche bei zunächst rund 80.000 und später weiteren 40.000 Legehennen.

Im November waren im Landkreis Meißen 8.000 Puten betroffen, Mitte Dezember wurde in einer Gänsezucht im Landkreis Leipzig 6.500 Tiere getötet. Im Zoo Leipzig mussten nach der Erkrankung eines Pelikans weitere sieben Tiere getötet werden. Zudem wurde das Virus bei rund 30 verendeten Wildvögeln im Freistaat nachgewiesen.

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