Angesichts anhaltend strenger Kälte, Schnee und eisigem Wind verstärkt die Landeshauptstadt Dresden ihre Maßnahmen zum Schutz wohnungsloser Menschen und ruft die Bevölkerung zu besonderer Aufmerksamkeit und Solidarität auf. Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, teils im zweistelligen Minusbereich, stellen für Menschen ohne festen Wohnsitz eine akute Lebensgefahr dar. Unterkühlung, Erfrierungen sowie die Verschärfung bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankungen können bereits nach kurzer Zeit auftreten. Sinkt die Körperkerntemperatur unter 35 Grad, drohen Schläfrigkeit, Verwirrtheit und Koordinationsstörungen. Wer einen offenbar hilflosen oder nicht ansprechbaren obdachlosen Menschen entdeckt, sollte unverzüglich den Notruf 112 wählen.
Begleitend zu den konkreten Hilfsangeboten setzt die Stadt Dresden erneut ein sichtbares Zeichen gegen Wohnungslosigkeit. Die erfolgreiche City-Light-Plakat-Kampagne „Bett statt Bank. Dresden schaut hin!“ wird mit 100 Plakaten im gesamten Stadtgebiet bis zum 20. Januar 2026 fortgeführt. Mit auffälligen gelben Schriftzügen und dem Bild einer Parkbank, die mit Decke und Kopfkissen ausgestattet ist, macht die Kampagne auf die Lebensrealität obdachloser Menschen aufmerksam. Gleichzeitig verweist sie auf bestehende Unterstützungsangebote, die auf der Internetseite www.dresden.de/obdach gebündelt abrufbar sind. Ziel ist es, sowohl zu sensibilisieren als auch konkrete Hilfe aufzuzeigen.
Mit diesem Motiv macht die Stadt Dresden auf die Lage von obdachlosen Menschen aufmerksam. Foto: LHDD/stock.adobe.com/RusskyMaverick; Gestaltung: HERBSTWEST