Das Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden ruft interessierte Personen auf, sich als Pflegeeltern zu melden. Bei einem Informationsabend am 14. Januar 2026, der online stattfindet, können sich alle Interessierten über die Möglichkeiten informieren, ein Pflegekind aufzunehmen.
Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und ist unter meet.dresden.de/Informationsabend-pflegeelternwerden erreichbar. Das Jugendamt bevorzugt die Unterbringung von Kindern in familiärer Umgebung anstelle einer Heimunterbringung. In Dresden kümmern sich derzeit etwa 350 Pflegefamilien um mehr als 400 Pflegekinder. Menschen jeden Alters sind eingeladen, sich als Pflegeeltern zu bewerben und einem Kind ein temporäres Zuhause zu bieten.
Es ist wichtig, dass zukünftige Pflegeeltern Liebe, Verständnis, Geduld und Zeit mitbringen. Der Wechsel aus der Herkunftsfamilie stellt für die Kinder oft einen großen Einschnitt dar. Häufige Gründe für die Notwendigkeit einer Pflege sind Überforderung, Krankheit, Suchtprobleme oder Gewalt in der Familie. Ein zentrales Ziel dieses Angebots ist es, den Kindern eine Rückkehr in ihr Zuhause zu ermöglichen, weshalb die Zusammenarbeit mit den Herkunftseltern von großer Bedeutung ist.
Vor der Aufnahme eines Pflegekindes müssen alle Interessierten eine 10-wöchige Schulung durchlaufen. Diese Schulung wird von der Pflegekindberatung der „Pflegekind in Dresden“ des Diakonischen Werkes – Stadtmission Dresden gGmbH und des „Wegen Uns“ Dresdner Pflege- und Adoptivkinder e. V. durchgeführt. In den Seminaren erhalten die neuen Pflegeeltern wichtige Tipps für den Alltag, pädagogische Ratschläge sowie Informationen über rechtliche Aspekte und Hilfestellungen beim Umgang mit den Herkunftseltern.
Die Eignung der Pflegeeltern wird in zwei Hausbesuchen geprüft. Dabei wird auch die wirtschaftliche Situation sowie die Bereitschaft, einem fremden Kind Zuneigung und Unterstützung zu geben, besprochen.
Interessierte können weitere Informationen auf der Webseite www.dresden.de/pflegeeltern erhalten. Das Jugendamt freut sich auf viele Bewerbungen und hofft, dass viele Dresdner Familien bereit sind, einem Kind in dieser schwierigen Lebenslage zu helfen.