Die Sächsische Staatskapelle Dresden setzt ihren Mahler-Zyklus fort – und schreibt dabei Orchestergeschichte: Die Sinfonie Nr. 7 erklingt erstmals überhaupt in der Semperoper, gespielt von einem Orchester, das sie noch nie aufgeführt hat. Ein Abend, der in die Annalen des Hauses eingehen wird.
Was erwartet Sie?
Chefdirigent Daniele Gatti führt durch einen faszinierenden Mahler-Abend in zwei großen Teilen – beide Werke im selben Jahr entstanden, beide auf ihre Weise unverwechselbar.
Die »Kindertotenlieder« zählen zu den ergreifendsten Werken der Musikliteratur überhaupt. Mahler vertonte Gedichte von Friedrich Rückert, der sie 1833 und 1834 nach dem Tod zweier seiner Kinder schrieb. Die Musik trauert, ohne zu klagen. Sie tröstet, ohne zu beschönigen. Sie fasst den Schmerz in Bilder von zarter, fast unwirklicher Schönheit. Nach der Uraufführung 1905 in Wien fügte das Schicksal dem Werk eine beklemmende biografische Dimension hinzu: Kurz darauf verlor Mahler selbst seine Tochter Maria Anna – ein Verlust, der das Werk im Rückblick wie eine dunkle Vorahnung erscheinen lässt.