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Weltkriegsmunition aus der Wilden Luppe wird geräumt

09.10.2020 von

Foto: Granaten liegen in einem Bunker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Bergung von Munition aus der Wilden Luppe nahe der Autobahn 9 an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt beginnt am 19. Oktober. Probeschürfungen hatten bestätigt, dass es sich um Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, wie das Polizeiverwaltungsamt am Freitag in Dresden mitteilte. Über die Menge könne derzeit noch keine Aussage gemacht werden.

Ursprünglich war die Räumung des Flussbettes an der viel befahrenen Autobahn auf mehr als 100 Metern für Mai vorgesehen gewesen. Zunächst hatte die Corona-Pandemie die Zeitpläne durcheinander gebracht. Zudem bedurften die Örtlichkeit sowie die besondere Charakteristik der Räumstelle einer gründlichen Vorbereitung, hieß es weiter.

Spezialisten werden die Munition aus dem Flussbett bergen und für den Transport vorbereiten. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen übernimmt dann den Abtransport. In der Kampfmittelzerlegeeinrichtung soll die Munition schließlich fach- und umweltgerecht vernichtet werden.

Nach aktuellem Kenntnisstand ist eine Vollsperrung der A9 nicht erforderlich. Radfahrer und Spaziergänger müssen mit Einschränkungen im Bereich der Räumstelle rechnen.

Laut Polizeiverwaltungsamt war es üblich, nach dem Zweiten Weltkrieg Munition einfach von der Autobahnbrücke in Flüsse zu werfen. In der Vergangenheit hatte es in der Gegend der Wilden Luppe schon einzelne Funde gegeben.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Granaten liegen in einem Bunker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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