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Mehr Einsatzkräfte bei Brand in Sächsische Schweiz

Symbolbild Glut / pixabay Alexas_Fotos
Symbolbild Glut / pixabay Alexas_Fotos

In dem Waldbrandgebiet im Nationalpark Sächsische Schweiz flammen immer wieder Glutnester auf. «Die Feuerwehrleute schaffen es derzeit aber immer, ...

In dem Waldbrandgebiet im Nationalpark Sächsische Schweiz ist am Donnerstag die Zahl der Einsatzkräfte erhöht worden. «Es stehen nun 600 statt zuvor 550 Männer und Frauen für die Brandbekämpfung zur Verfügung», sagte Yamina Benamara vom Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf Anfrage. Wohngebiete seien weiterhin nicht bedroht, Evakuierungen können somit ausgeschlossen werden, hieß es.

Nach wie vor flammen immer wieder Glutnester auf. «Die Feuerwehrleute schaffen es derzeit aber immer, die Feuer rasch einzudämmen», betonte Benamara. Eine Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden. Das Einsatzgebiet erstreckt sich nach wie vor auf eine Fläche von etwa 150 Hektar - dies entspricht der Größe von etwa 210 Fußballfeldern. Neben den Kräften am Boden unterstützen zwölf Löschhubschrauber die Brandbekämpfung.

«Die Hitze macht den Einsatzkräften bei der harten körperlichen Arbeit zu schaffen. Sie bekommen aber ausreichend Flüssigkeit. Zudem wird auf die Einhaltung der Pausen geachtet», erläuterte Benamara. Am Donnerstag herrschten bereits am Vormittag Temperaturen jenseits der 30 Grad. «Was uns wirklich helfen würde wäre Regen», betonte Benamara. Niederschläge sind laut Deutschem Wetterdienst aber frühestens für Freitagnachmittag angesagt.

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hält unterdessen am Betretungsverbot für den Wald im gesamten Landkreis fest. «Eine Änderung der Allgemeinverfügung ist erst dann möglich, wenn sich das Brandgeschehen spürbar verringert hat und eine Änderung der Wetterlage real eintritt», teilte die Behörde am Abend mit. Sie reagierte damit auf Kritik vor allem aus dem Gastgewerbe der Region. Da viele Urlauber eigens zum Wandern in die Sächsische Schweiz kommen, erhalten Hotels und Pensionen derzeit reihenweise Stornierungen. Deshalb wünscht sich die Branche, dass der Wald in nicht unmittelbar betroffenen Gebieten wieder freigegeben wird.

«Die Verwaltung prüft regelmäßig, ob die derzeit bestehende Allgemeinverfügung zum Waldbetretungsverbot im Landkreis abgeändert oder aufgehoben werden kann», teilte das Landratsamt mit. Diese Betrachtung finde für einzelne Regionen innerhalb des Landkreises gesondert statt. Gleichzeitig sei zu berücksichtigen, dass ein Großteil der Feuerwehrkräfte des gesamten Landkreises inklusive Löschtechnik beim Einsatz im Nationalpark gebunden ist. Sie würden bei einem weiteren Brand in dem Gebiet nicht zur Verfügung stehen.

Das Feuer war im Nationalpark Böhmische Schweiz ausgebrochen und griff dann auf den Nationalpark Sächsische Schweiz über. Auf tschechischer Seite ist nach Einschätzung der dortigen Behörden der Brand unter Kontrolle.

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