DieSachsen.de
User

Räumung von Weltkriegsmunition wohl Mitte Oktober

07.10.2020 von

Foto: Granaten liegen in einem Bunker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach Verzögerung wegen der Corona-Pandemie und umfangreichen Vorbereitungen steht die Bergung von Weltkriegsmunition aus der Wilden Luppe bei Leipzig kurz bevor. Am Freitag gebe es einen Abschlussbericht aller Beteiligten, sagte Andreas Weiner vom Polizeiverwaltungsamt in Dresden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn dort keine unerwarteten Probleme auftreten, könnte mit der Räumung Mitte Oktober begonnen werden.»

Die Munition aus dem Zweiten Weltkrieg wird in dem kleinen Fluss an der viel befahrenen Autobahn 9 an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt vermutet. Ursprünglich war die Räumung des Flussbettes auf mehr als 100 Metern für Mai vorgesehen gewesen, aber zunächst hatte Corona die Zeitpläne durcheinander gebracht.

Dann waren in den vergangenen Wochen zahlreiche Probeschürfungen vorgenommen worden. Am Freitag werden die Ergebnisse der beiden privaten Firmen, die für die Suche und Bergung verantwortlich sind, sowie der unteren Wasserbehörden der beiden betroffenen Landkreise besprochen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst vermittelt, berät und koordiniert derzeit. Zum Einsatz kommen die Experten aber erst, wenn die Munition abtransportiert oder gesprengt werden muss, hieß es beim Polizeiverwaltungsamt.

Die Kampfmittelspezialisten gehen davon aus, dass nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der Wilden Luppe Munition versenkt wurde. Laut Polizeiverwaltungsamt war es üblich, die Munition einfach von der Autobahnbrücke zu werfen. In der Vergangenheit hatte es in der Gegend schon einzelne Funde gegeben. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Munition in der Wilden Luppe um Sprengkörper der Größe von Granaten und um Zünder.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Granaten liegen in einem Bunker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Mehr zum Thema: Notfälle Kriegsfolgen Sachsen Sachsen-Anhalt Leipzig Unfallhilfe Sachsen

Unterstützt von:
Pro Clienta Unfallhilfe Sachsen
Laden...
Laden...
Laden...