Die zunehmende Trockenheit macht den Straßenbäumen in Sachsens Städten zu schaffen. Die Situation für Straßen- und Parkbäume sei anhaltend dramatisch, sagte eine Sprecherin der Leipziger Stadtreinigung. «Jeder Wassertropfen zählt.» Vor Beginn des Sommers habe man die Bürger deshalb über soziale Netzwerke dazu aufgerufen, die Bäume vor der Haustür zu gießen. In diesem Jahr hat die Stadt bisher 800 Bäume gefällt, 2019 waren es insgesamt rund 2000. Da die Trockenheit 2020 anhalte, steige die Zahl toter Bäume, so die Sprecherin.
In Dresden starben im Vorjahr 480 Straßenbäume - viermal so viel wie im Schnitt der vergangenen Jahre. Betroffen sind vor allem einheimische Baumarten wie Buche, Berg-Ahorn und Eberesche. Die Stadt verbucht zunehmend Anfragen von Bürgern, die helfen wollen, Bäume zu gießen. Unter dem Motto «Dresden gießt» haben die Initiativen Fridays For Future und Parents for Future etwa im Stadtteil Striesen eine Gießgruppe für Stadtbäume ins Leben gerufen - und wollen auch andere Dresdner motivieren, zur Gießkanne zu greifen.