So, erstmal Klaviermusik an, dann die Aufzeichnungen vom Interviewtermin nehmen und wirken lassen. Manches ist kaum noch lesbar, aber ein Rest Erinnerungsvermögen ist noch vorhanden. :-)
90 Minuten Interview waren geplant, ein 105 Minuten langes und inspirierendes Gespräch ist es geworden. Frau Klein, das Gesicht von Saxonia Systems und Initiatorin der Hope Gala in Dresden, trinkt ihren Kaffee "schnörkelfrei" ohne Milch. Viola Klein ist vor allem eins, eine 24h-Netzwerkerin, die liebt was sie tut. Warum? Bevor wir richtig ins Gespräch kamen, hatte sie schon fünf Kontaktempfehlungen übergeben. „Ein gutes Netzwerk schadet nur dem, der es nicht hat“, sagt Viola Klein. Tatsächlich ist es so, dass große Netzwerke – egal ob privat, beruflich oder in Kombination – eine Gewisse Sicherheit mit sich bringen.
Doch jetzt spulen wir erstmal ein wenig zurück, denn so gut wie es Viola Klein heute geht war es nicht immer. Nach der Geburt ihres Sohnes im Jahr 1988 und einem Jahr Babypause, war die ehemalige Leiterin einer Kindertagesstätte, aufgrund eines Einstellungsstopps kurz nach der Wende, „die erste Arbeitslose“ in Dresden. Ein Tiefschlag, von dem Sie sich aber relativ schnell wieder erholte. „Ich wollte nicht arbeitslos sein, ich musste etwas tun“, sagte sie sich und begann kurz darauf eine Tätigkeit in einem Heim für Schwerbehindert, später in einem Frauenprojekt.


