Wolfgang Wolf wusste, dass es Rückschläge geben würde. Doch nach dem 0:2 im Stadtderby bei der BSG Chemie war der Sportdirektor des 1. FC Lok Leipzig angefressen. «Mir hat über weite Strecken die Leidenschaft und die Bereitschaft gefehlt, um in so einem Derby zu bestehen. Aber die Mannschaft hat die Qualität und die Mentalität, um sich jetzt nicht entmutigen zu lassen», sagte Wolf. Die Leistung kritisch analysieren, die Köpfe der Spieler wieder frei bekommen - auch für solche Situationen wurde der bundesligaerfahrene Manager und Trainer von den Verantwortlichen des Traditionsclubs verpflichtet.
«Er ist einer, der anpackt und helfen wird, uns in einer wirtschaftlich schwierigen Liga sportlich weiterzuentwickeln», sagt Lok-Präsident Thomas Löwe. Trotz der Derby-Niederlage wird sich an Wolfs Versprechen bei seinem Amtsantritt nichts ändern: «Unser Ziel ist es, vom ersten bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mitzuspielen.» In der Tabelle hat Lok nur drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hertha BSC II.