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Union zittert sich in Runde zwei: 2:1 beim Chemnitzer FC

Berlins Jordan Siebatcheu (l) und der Chemnitzer Tim Campulka kämpfen um den Ball. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Berlins Jordan Siebatcheu (l) und der Chemnitzer Tim Campulka kämpfen um den Ball. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

So schwer hat sich der 1. FC Union Berlin die Pokal-Aufgabe Chemnitzer FC sicher nicht vorgestellt. Der Regionalligist liefert dem Europapokalstarter einen großen Fight, zieht dann aber doch in der Verlängerung den Kürzeren.

Der 1. FC Union Berlin ist nur mit viel Mühe und Glück einer Pokalblamage entgangen. Beim Chemnitzer FC kam der Fußball-Bundesligist am Montag zu einem 2:1 (0:0)-Erfolg nach Verlängerung. Kapitän Tobias Müller hatte den Regionalligisten überraschend nach 62 Minuten in Führung gebracht. Im direkten Gegenzug gelang Neuzugang Jordan Siebatcheu (64.) mit einem Seitfallzieher aus Nahdistanz vor 13 465 Zuschauern der Ausgleich. Kevin Behrens sorgte mit seinem Treffer in der 114. Minute für den Sieg des Favoriten.

Kapitän Christopher Trimmel sieht Steigerungsbedarf für das Hertha-Spiel. «Wir müssen das Spiel genau analysieren, weil wir uns unbedingt mit dem Ball verbessern müssen», sagte er. «Ich freue mich extrem drauf, das Stadion wird kochen, und ich hoffe, dass wir ein ordentliches Spiel machen», sagte Trimmel.

Trainer Urs Fischer schickte die Mannschaft ins Spiel, die zuletzt gegen Nottingham Forest begonnen hatte und beantwortete damit auch die Torhüterfrage: Frederik Rönnow geht als Nummer eins in die Saison. Mit Jordan Siebatcheu schickte Fischer nur einen Neuzugang in die Startelf.

CFC-Trainer Christian Tiffert wählte für den Regionalligisten eine sehr defensive Variante mit einer Fünf-Mann-Abwehrkette. Und die gestattete dem Bundesligisten im ersten Abschnitt nicht viel. Chancen durch Sheraldo Becker (5., 10.), Christopher Trimmel (14.), der das Außennetz traf, und Robin Knoche (17.), dessen Kopfball CFC-Torhüter Jakub Jakubov stark parierte, deuteten die anfängliche Überlegenheit der Unioner an.

Doch immer mehr schlichen sich technische Fehler ein, die Laufwege stimmten plötzlich nicht mehr, ein druckvolles Angriffsspiel war nicht mehr zu sehen. Die Chemnitzer kämpften aufopferungsvoll, warfen sich in die Bälle und hielten die Berliner ziemlich weit vom eigenen Strafraum entfernt. Selbst kam der Regionalligist allerdings nicht zu Chancen, so dass Rönnow eine überaus ruhige erste Halbzeit erlebte.

Das änderte sich nach dem Wechsel. Der Sachsenpokal-Sieger wurde plötzlich mutiger. Max Roscher (51.) scheiterte nach einem Konter an Rönnow. Die Chemnitzer Führung nach einer Freistoßflanke war für Union der Weckruf. Direkt im Gegenzug machte Siebatcheu technisch hervorragend der Ausgleich. Auch die Vorarbeit des unmittelbar davor eingewechselten Andreas Vogelsammer war sehenswert.

Beide Clubs drängten anschließend auf die Entscheidung, wobei Union durch Andras Schäfer (81.), Trimmels Lattentreffer (85.) und Julian Ryerson (85.) die klareren Möglichkeiten hatte. Es ging aber in die Verlängerung, in der Union nun dank der größeren Kraftreserven die bessere Mannschaft war. In der 109. Minute hatte Trimmel das Siegtor auf dem Fuß, schlenzte den Ball aber vorbei. Dann gelang Behrens per Kopf doch noch der Treffer.

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