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Keine Rotation im «ultrawichtigen» Pokal: RB mit Top-Elf

Leipzigs Trainer Domenico Tedesco gestikuliert. / Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild
Leipzigs Trainer Domenico Tedesco gestikuliert. / Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Experimente will Domenico Tedesco bei der einzigen Titelchance in dieser Saison auf keinen Fall riskieren. Folglich wird der Trainer von RB Leipzig am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Hansa Rostock seine beste verfügbare Mannschaft ins Rennen schicken. «Wir werden ein Signal an jeden Spieler senden, dass der Wettbewerb und das Spiel für uns wichtig sind», sagte der 36-Jährige am Dienstag.

Für Tedesco selbst sei der Pokal sogar «ultrawichtig». Verständlich, kann der erst im Dezember gekommene Trainer in nur wenigen Monaten das schaffen, was seinen Vorgängern nicht vergönnt war: Den ersten Titel für RB Leipzig zu gewinnen. Die Chancen stehen nicht schlecht, zumal der FC Bayern bereits ausgeschieden ist. «Wir möchten unbedingt ins Viertelfinale kommen. Entsprechend bereiten für uns physisch und mental vor», betonte Tedesco.

Die Bilanz, insofern man Statistiken mag, spricht dabei eher für Rostock. Im bisher einzigen Spiel in Leipzig gewann Hansa im November 2013 das damalige Drittliga-Duell 2:1. Aktuell stapelt man beim Zweitligisten allerdings eher tief. Trainer Jens Härtel, der einst Jugendtrainer bei RB war, betonte, dass der Fokus klar auf der Liga liege. Den Pokal nimmt man sozusagen als Bonus mit.

Tedesco hat da eine völlig andere Sichtweise. «Wir haben den Gegner so vorbereitet, als ob es ein Bundesligist wäre», sagte der Trainer. «Hansa macht einige Sachen richtig gut, sie erzielen viele Tore nach Ecken und weiten Einwürfen.» Rostock sei nicht zu unterschätzen.

Auf Dominik Szoboszlai muss der favorisierte Vizemeister verzichten. Die Zerrung des Ungarn scheint allerdings so mild zu sein, dass Tedesco ihn wahrscheinlich am Sonntag gegen Wolfsburg wieder einsetzen kann. Marcel Halstenberg fehlt dagegen noch immer, hat den Sprung ins Mannschaftstraining im Gegensatz zu Konrad Laimer noch nicht geschafft. Der Österreicher kommt gegen Rostock immerhin für einen kurzen Einsatz infrage.

Trotz der immer wieder auftretenden Verletzungen hält Tedesco nichts von Kurzschlussreaktionen auf dem Transfermarkt. «Im Winter kann man erfahrungsgemäß nicht die mega Sprünge machen», sagte der Coach und betonte: «Das mit den Verletzten ist eine Situation, die wir hier immer wieder haben, seit wir angefangen haben.»

Für seinen ersten Startelf-Einsatz unter Tedesco käme nun Dani Olmo infrage. Der spanische Nationalspieler hat in dieser Saison erst sieben Pflichtspiele für RB in der Statistik stehen. Sein bisher letzter Startelf-Einsatz war im September, seitdem kommt der 23-Jährige auf gerade einmal 25 Minuten in der Liga und der Champions League. Die sicherlich tiefstehenden Rostocker könnten für Olmos technische Fähigkeiten nun genau der passende Gegner sein.

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