Vom Verlust eines Hufeisens bei seinem Pferd ließ sich David Will nicht stören. Mit Verspätung startete der 34-Jährige aus Marburg beim Weltcup-Finale in Leipzig und erwischte als bester deutscher Springreiter einen hervorragenden Start. Will blieb am Donnerstag mit seinem Wallach C Vier in der ersten von drei Teilprüfungen fehlerfrei und kam auf Platz vier.
«Mein Pferd hat einen super Job gemacht», sagte Will nach seinem flotten Ritt. «Er hat den Fokus nicht verloren.» Der Verlust des Eisens und das erneute Anbringen vor der Auftaktrunde habe «für Ablenkung gesorgt, aber letztlich hat es die Konzentration nicht gestört».
«Das ist eine gute Ausgangsposition», sagte Will. «Warum soll es am Ende nicht für eine vordere Platzierung reichen?» In Führung liegt Martin Fuchs aus der Schweiz mit Chaplin vor dem für Österreich startenden Starnberger Max Kühner mit Elektric Blue.
Der prominenteste und erfahrenste deutsche Reiter in Leipzig ist Marcus Ehning, der wegen einer kleinen Verletzung nicht sein Toppferd Stargold einsetzen konnte und mit seiner Stute Calanda auf Rang elf landete. «Ich bin ein bisschen durchgereicht worden», kommentierte der 47-Jährige Borken. «Es war nicht die perfekte Linie», meinte der Weltcupsieger von 2003, 2006 und 2010.