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Rekord und Sperre: RB-Coach Rose droht emotionaler Köln-Trip

Marco Rose vor Spielbeginn im Stadion. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Marco Rose vor Spielbeginn im Stadion. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Beim Anblick von Steffen Baumgart muss sich Marco Rose immer warme Gedanken machen. «Ich frier' jedes Mal, wenn ich Baumi sehe», sagte RB Leipzigs Trainer über seinen Kölner Amtskollegen. Der steht nämlich auch im Winter stets im T-Shirt an der Seitenlinie. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) muss sich Rose in der Fußball-Bundesliga womöglich extra warm anziehen, denn dann steht Baumgart im Stadion des 1. FC Köln nur wenige Meter neben ihm.

Bei einer anderen Sache dürfte Rose allerdings warm ums Herz werden. Seine Mannschaft ist Wettbewerbs übergreifend seit 17 Spielen ohne Niederlage und kann mit einem Sieg am Samstag sogar Tabellenführer werden. Mehr noch: Mit dem 18. ungeschlagenen Spiel würde Rose den Leipziger Erstliga-Rekord von Ralf Rangnick einstellen. Der RB-Architekt stellte diesen in der Saison 2018/19 auf.

Thematisieren will Rose die Bestmarke allerdings nicht mehr. «Es geht nur um die Leistung, die muss stimmen. Ich habe für mich entschieden, ich rede nicht mehr über die Serie», sagte der 46-Jährige. Dennoch zieht der Coach seine Erkenntnisse aus den 17 Spielen ohne Niederlage mit dem Pokalsieger: «Es ist wichtig, dass man das richtig einordnet. Dass man wahrnimmt, was geleistet wurde und was alles dazugehört.»

Macht man die Serie dann noch ständig zum Thema, verliert man den Blick auf das Wesentliche. «Je länger und häufiger man darüber redet, desto mehr wird es ein Thema, was zu groß ist», sagte Rose über den Lauf. Die bisher letzte Niederlage kassierte Leipzig am 17. September vergangenen Jahres in Mönchengladbach.

In Köln muss Rose sein Team auf ein intensives Spiel einstellen - und auch selbst aufpassen. Denn sieht der Trainer seine vierte Gelbe Karte, fehlt er eine Woche später beim Spitzenspiel gegen Union Berlin. Die vergangenen beiden Gelben Karten sah er für das Verlassen der Coaching-Zone. «Ich nehme mich da auch in die Pflicht und möchte verhindern, dass meine Mannschaft ohne mich auflaufen muss», betonte Rose.

Personell ist allein der Einsatz von Josko Gvardiol fraglich. Der Innenverteidiger klagte im Pokal gegen Hoffenheim über muskuläre Probleme und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Laut Rose sei es jedoch keine strukturelle Verletzung. Ein Einsatz in Köln würde sich allerdings erst nach dem Training am Freitag entscheiden.

Gute Nachrichten gab es von Christopher Nkunku. Der französische Nationalspieler mache nach seiner Knieverletzung bereits alle Übungen im Individualtraining ohne Probleme. In der kommenden Woche soll eine weitere Untersuchung darüber Aufschluss geben, wie schnell der beste Torschütze des Teams wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

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