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RB-Makel: Gegner-Standards - Ohne Sabitzer nur ein Sieg

18.12.2017 von

Fünf Pflichtspiele ohne Sieg, Rang fünf in der Tabelle der Fußball-Bundesliga. Für die gestiegenen Ansprüche von RB Leipzig zu wenig. Ist die zusätzliche Belastung durch die sechs Champions-League-Spiele Schuld an der Ergebniskrise und Leistungsdelle? Oder ist das Fehlen von Stammkräften wie Emil Forsberg oder Marcel Sabitzer ursächlich?

Gegen Hertha BSC reichte nicht mal eine fast 90-minütige Überzahl für einen Sieg aus, stattdessen müssen Mannschaft und Trainer über die Weihnachtsfeiertage eine bittere, weil auch verdiente 2:3-Niederlage gegen Hertha BSC verdauen.

DIESE EKLATANTE SCHWÄCHE BEI GEGNERISCHEN STANDARDSITUATIONEN

Es nervt die Spieler schon selbst. «Ich stehe hier jede Woche und rede über Standards», sagte Torwart Peter Gulacsi in den Katakomben der Red Bull Arena. Er ist der vermutlich größte Leidtragende der derzeit größten Defensivschwäche der Sachsen. Der zweite und der dritte Gegentreffer fielen am Sonntag in der Red Bull Arena vor nur 36 109 Zuschauern nach Standardsituationen (Freistoß und Eckball). Fehlende Zuordnung, Stellungsfehler, Unentschlossenheit. Auch wenn Trainer Ralph Hasenhüttl seit Wochen auf die Schwäche bei ruhenden Bällen des Gegners hinweist.

DAS FEHLEN VON SABITZER

Seit sechs Pflichtspielen laboriert der offensive Mittelfeldspieler oder auch mal Angreifer an einer Schulterverletzung. Die letzten fünf dieser sechs Spiele konnte RB Leipzig nicht gewinnen, sondern kassierte drei Niederlagen. Zweimal gelang wenigstens ein Remis. Sabitzer ist schnell, unermüdlicher Antreiber, kreativ, torgefährlich, beschäftigt die gegnerische Abwehr, und entlastet so auch Stürmer Timo Werner. Sabitzers Fehlen macht sich im Spiel der Sachsen deutlich bemerkbar. Dass auch noch Emil Forsberg als Ideen- und vor allem Passgeber im Mittelfeld der Leipziger zuletzt nicht zur Verfügung stand, verschlechterte die Lage zusätzlich.

MEHR SPIELE ALS GEWOHNT

Immer wieder fallen Sätze wie dieser von Kapitän Willi Orban: «Wir waren vom Kopf her einfach nicht frisch genug. Die Pause wird deshalb Zeit.» Lasst Zahlen sprechen: 25 Spiele bestritt RB Leipzig seit dem Pflichtspielauftakt Mitte August. Zwei Pokalspiele, 17 Ligabegegnungen, sechs Partien in der Champions-League. «Uns ist leider zum Schluss (des Jahres, d. Red.) die Luft ausgegangen», meinte Coach Hasenhüttl. Dabei ließ er seine Mannschaft vor allem zu Saisonbeginn schon mal mächtig rotieren. So sollten die Strapazen verteilt und besser kompensiert werden. An der Kraft schien es am Sonntag auch nicht mal unbedingt zu liegen, denn nach dem 1:3-Anschlusstreffer versuchte die Mannschaft noch mal alles.

Wie viele Termine in der Rückrunde auf das allerdings auch junge und damit körperlich eigentlich doch starke Team zukommen, wird sich zeigen. Im Pokal schied RB gegen den FC Bayern aus, in der Europa League stehen zunächst zwei K.o.-Spiele an. Gegner ist der SSC Neapel, Spitzenreiter der Serie A mit nur einer Niederlage und drei Unentschieden bei 13 Siegen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Jan Woitas

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