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Marco Rose war bei RB-Leipzig-Gründung nicht «euphorisiert»

Leipzigs Trainer Marco Rose kommt vor Spielbeginn ins Stadion. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild
Leipzigs Trainer Marco Rose kommt vor Spielbeginn ins Stadion. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild

RB Leipzigs Trainer Marco Rose war bei der Gründung des Vereins durch den Red-Bull-Konzern 2009 nach eigener Aussage nicht begeistert. «Ich bin ja ein ehrlicher Typ, also ich war davon nicht gerade euphorisiert», sagte Rose in einem Interview der Wochenzeitung «Die Zeit» (Donnerstag). «Beziehungsweise gehörte ich damals nicht zu denen, die sagten: Geil! Jubel! Denn mein Verein war immer Lok.» Rose ist 1976 in Leipzig geboren und begann seine aktive Fußballkarriere beim Traditionsclub Lokomotive Leipzig.

Der Leipziger trainierte den Regionalligisten von 2012 bis 2013 - mit RB als direktem Gegner. «Plötzlich war da ein übermächtiger Gegner in der Stadt», sagte Rose. Seine Beziehung zu RB habe dann erst 2013 mit seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg begonnen, betonte er. Der Verein war 2009 gegründet worden, als der Getränkekonzern Red Bull dem SSV Markranstädt das Startrecht für die Oberliga abkaufte.

Die Entscheidung, in seiner Heimatstadt Trainer zu werden, sieht Rose vor allem wegen seiner Familie mit gemischten Gefühlen. «Ich habe Respekt davor, wenn sie viel mit meiner Arbeit konfrontiert werden. Was passiert an der Schule meiner Tochter, wenn wir verlieren? Dass Papa ein bisschen bekannt ist - daran hat sie sich gewöhnt. Aber dass Papa den Club betreut, den die Mitschüler vielleicht gut oder auch schlecht finden? Das ist schon eine Herausforderung», sagte er. Rose hat den Trainerposten bei RB Leipzig in der Hinrunde der aktuellen Bundesliga-Saison angetreten. Zuvor hatte er Stationen in Salzburg, Mönchengladbach und Dortmund. Aktuell steht er mit den Leipzigern auf Platz drei der Tabelle. Am Freitag (20.30 Uhr/Sat.1 und DAZN) startet der Club gegen den FC Bayern in die restliche Saison.

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