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Lindemann zur Aue-Krise: Club braucht Sportdirektor

Nach dem Rücktritt von Präsident Helge Leonhardt hat Ex-Trainer Lutz Lindemann weitere Reformen bei Fußball-Drittligist Erzgebirge Aue angemahnt. «Das größte Defizit ist, dass es keinen Sportdirektor gibt. Es muss jemanden geben, der mit dem Präsidenten auf Augenhöhe das Sportliche abdeckt», sagte Lindemann im MDR. Leonhardt war nach acht Jahren Amtszeit am Sonntagabend beim Drittliga-Schlusslicht zurückgetreten.

Lindemann berichtete, er habe bei der 0:1-Niederlage gegen Zwickau mit Helge und Uwe Leonhardt gesprochen. «Ich habe enttäuschte und ratlose Gesichter gesehen», sagte der 73-Jährige. «Vielleicht hätte es sich gehört, im Sommer reinen Tisch zu machen. Aber dann hätten die Leute gesagt, jetzt haut er ab, wo wir abgestiegen sind. Das Ende ist nie ideal.» Lindemann war Ende der 1990er Jahre zweimal Trainer des FCE.

Aktuell besteht der Vorstand nur noch aus Rechtsanwalt Kay Werner. Leonhardt ist zurückgetreten, Geschäftsführer Michael Voigt ist erkrankt. «Jetzt sind andere gefragt, man muss kluge Ideen haben», sagte Lindemann. Noch ist allerdings unklar, wie das Führungsvakuum gefüllt werden soll und wie es um die Zukunft des Trainers Timo Rost steht. Diese Frage sei laut Werner «noch nicht abschließend geklärt».

Zudem sagte der Anwalt dem MDR, dass der Vorstand nun gemeinsam mit dem Aufsichtsrat und dem Ehrenrat Lösungen finden werde. Hierzu wird es Treffen am Montagabend und Dienstag geben. Neben der Trainerfrage soll die zukünftige Besetzung der Gremien diskutiert werden.

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