Kanu-Olympiasieger Tom Liebscher-Lucz fühlt sich bestens für die bevorstehende Saison vorbereitet. «Es ist alles sehr gut angelaufen», sagte der 29-Jährige am Dienstag in Florida, wo er seit dreieinhalb Wochen sein Grundlagentraining absolviert. Neben dem mehrfachen Welt- und Europameister sind weitere 31 Athleten und Athletinnen des Deutschlandkaders vor Ort.
Für Liebscher-Lucz ist es die Vorbereitung auf ein anspruchsvolles Jahr 2023. Im April steht die Qualifikation im Einer für die Nationalmannschaft bevor, im Mai finden die Weltcups statt, bevor im Juni die European Games und Ende August die Heim-Weltmeisterschaft samt Olympia-Qualifikation stattfinden. «Das klare Ziel ist, mich im April in eine gute Ausgangsposition bringen - für die Mannschaftsboote und auch für den Vierer», sagte der gebürtige Dresdner. «Es steht sehr viel an. Stand jetzt bin ich auf einem guten Weg und freue mich auf die Aufgaben.»
Gerade körperlich sieht sich der Kanute besser als in den vergangenen zwei Jahren aufgestellt. Auch seine Covid19-Infektion Ende September habe ihn nur wenig zurückgeworfen. «Da ging es mir ein paar Tage schlecht und ich war eine Woche zu Hause. Danach bin ich etwas langsamer in das Training wieder eingestiegen. Da fehlt mir etwas, aber ansonsten merke ich da jetzt gar nichts mehr», sagte Liebscher-Lucz, an dem die Vorbereitung dennoch nicht spurlos vorbeiging. «Generell tut da nach drei Wochen alles weh», sagte Liebscher-Lucz, der im sonnigen Florida an die 1000 Kilometer auf dem Wasser hinter sich gebracht hat. «Das ist aber normal. Jetzt geht es darum, die gute Form mitzunehmen.»