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Letzter Heim-Akt des Jahres: Rose warnt vor Standards

Leipzigs Lukas Klostermann spielt den Ball. / Foto: Robert Michael/dpa
Leipzigs Lukas Klostermann spielt den Ball. / Foto: Robert Michael/dpa

Mit dem Heimspiel-Finale gegen den SC Freiburg biegt RB Leipzig auf die Zielgerade von sechs Englischen Wochen nacheinander und will in dem Top-Spiel seine außergewöhnliche Serie fortsetzen. Elf Spiele bestritt der Pokalsieger seit Anfang Oktober und verlor kein einziges. Selbst die in der Geschichte bisher einmalige Belastung verkrafteten die Profis bestens. «Wie wir aufgetreten sind, war stark. Wir spielen physisch immer auf einem guten Niveau, immer mit Intensität», sagte Trainer Marco Rose am Dienstag. «Wir hatten gar keine Muskelverletzungen. Deshalb gilt mein Dank der medizinischen Abteilung, den Reha- und Athletiktrainern, die das gut steuern.»

Und am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) gegen Freiburg könnte in der Neuauflage des Pokalfinals ein Spieler in den Kader rücken, den Rose im Trikot von RB Leipzig noch gar nicht kennt. Lukas Klostermann steht zwei Monate nach seinem Syndesmosebandriss vor einer Rückkehr ins Aufgebot. «Klosti ist mehr oder weniger im Mannschaftstraining. Er ist morgen möglicherweise schon dabei, am Samstag in Bremen ziemlich sicher», sagte Rose.

Für den 26-Jährigen ist das Timing exzellent. Schließlich spielt Deutschland bei der WM in Katar am 23. November gegen Japan sein erstes Gruppenspiel und Klostermann ist für Bundestrainer Hansi Flick plötzlich eine Option. Die WM hatte der Abwehrspieler ohnehin nie abgeschrieben. Nun bleibt die Frage, ob Flick dem sowohl in der Zentrale als auch auf der rechten Seite einsetzbaren Verteidiger das Turnier mit all seinen Strapazen zutraut.

Förderlich wären Spielminuten und Klostermann dürfte darauf brennen, bereits gegen Freiburg einige davon zu sammeln. Auf der rechten Abwehrseite kann dann wieder Mohamed Simakan spielen, den zuletzt Schulterprobleme ausgebremst hatten. Auch Amadou Haidara ist nach seinen Wadenproblemen wieder einsatzfähig.

In Freiburg kommt ein enorm kampf- und laufstarker Gegner, der in dieser Saison schon oft ohne Gegentor blieb. Mit 13 Gegentoren nach 13 Spielen weisen die Breisgauer die zweitbeste Defensive nach Bayern München auf. «Sie erzielen viele Standardtore, fast etwa 40 Prozent ihrer Treffer», sagte Rose und lobte die Qualitäten von Standardspezialist Vincenzo Grifo.

Leipzig hat dem eine trotz des Ausfalls immer stärker werdenden Offensive entgegenzusetzen. Das bewies zuletzt in Hoffenheim das Startelf-Comeback von Dani Olmo, das der Spanier mit einem satten Schuss in den Winkel krönte. «Dani hat das gut verkraftet. Er ist happy, dass er kurz vor der WM wieder Rhythmus aufnehmen kann», sagte Rose.

Sein derzeit bester Spieler neben dem alles überragenden Christopher Nkunku ist bei der WM gar nicht dabei. Unter Rose blüht Dominik Szoboszlai derartig auf, dass der Trainer gar nicht anders kann, als ihn aufzustellen. «Er liefert ab. Das ist der Punkt. Jedes Spiel, jede Minute, gegen den Ball, mit dem Ball. Er hatte das schon vorher im Tank», lobte Rose. Was nun den Unterschied macht, ist offensichtlich das Vertrauen des Trainers.

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