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Kimmich-Ansage: Müssen versuchen Serie zu starten

Münchens Trainer Julian Nagelsmann geht nach dem Spiel über den Platz. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild
Münchens Trainer Julian Nagelsmann geht nach dem Spiel über den Platz. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild

Sie konnten damit leben. Aber sie wissen, dass mehr kommen muss. Der FC Bayern will damit in der kommenden Woche anfangen. Ob die neue Nummer eins dann auch wieder zum Reklamieralarm ansetzt?

Die wohl eher nur verhaltene Freude der Konkurrenz könnte von kurzer Dauer sein, der FC Bayern will sich mit seiner vorläufig neuen Nummer eins schnellstmöglich wieder in Siegform bringen. Die verpassten zwei Punkte beim 1:1 zum Auftakt in die restliche Saison der Fußball-Bundesliga bei RB Leipzig verarbeiteten die Münchner am späten Freitagabend ziemlich unaufgeregt. «Am Ende bringt uns der Punkt vielleicht einen Tick mehr, weil wir in der Tabelle vorne waren und vorne sind. Dann ist es ein bisschen angenehmer», sagte Trainer Julian Nagelsmann. 

Die Punkte-Konstellation und der Fitness-Ausblick

Zumindest auf den Pokalsieger aus Sachsen wahrte der Meister aus München seinen Vorsprung von sechs Zählern. Der SC Freiburg kann mit einem Sieg beim VfL Wolfsburg aber an diesem Samstag bis auf zwei Punkte an den Spitzenreiter herankommen, für den es am Dienstag daheim gegen den 1. FC Köln in der Meisterschaft weitergeht. Aggressiver, intensiver, genauer müssten sie dann spielen, forderte Sportvorstand Hasan Salihamidžić. 

«Wir haben noch etwas zu tun», betonte der Ex-Profi und befand mit Blick auf die Vorbereitung nach der WM: «Man sieht natürlich schon, dass uns vielleicht die ein oder andere Trainingseinheit fehlt.» 

Die Fitness, die die Bayern erst recht auch in der Champions League benötigen werden, wenn es in weniger als einem Monat zum Hinspiel gegen Paris Saint-Germain mit Weltmeister Lionel Messi kommt, müssten sie sich wahrscheinlich auch über die Spiele holen, meinte der Sportvorstand. Und Kapitän Joshua Kimmich forderte: «Jetzt müssen wir versuchen, eine Serie zu starten.»

Reklamieralarm à la Neuer und die Frage nach der Nummer eins im Sommer

Yann Sommer hob direkt den Arm beim Gegentor, seinem ersten als neuer Torwart, als Nummer eins vorerst auf Zeit beim FC Bayern. Dass er damit den im Netz schon oft thematisierten Reklamieralarm von Manuel Neuer auslöste, dürfte dem 34 Jahre alten Schweizer beim Tor von Marcel Halstenberg kaum bewusst gewesen sein. 

«Ich dachte hundert Prozent, es wäre Foul», erklärte Sommer mit Bezug auf einen Zweikampf vor dem Tor, bei dem Bayern-Kapitän Kimmich zu Boden gegangen war. Darum habe er probiert zu reklamieren, sagte Sommer. 

Mit Spannung wird indes jetzt schon erwartet, was passiert, wenn Neuer wieder fit sein wird nach seiner Unterschenkelfraktur. «Manuel Neuer ist unser Kapitän, unsere Nummer eins», betonte Salihamidžić: «Geben wir ihm die nötige Zeit.» Und dann würden sie sehen, was im Sommer sei. Dann würden sie das alles managen mit den Torhütern. 

Der gelassene Antreiber

Noch mehr Konkurrenz braucht Thomas Müller nicht fürchten. Sportvorstand Salihamidžić erklärte die Münchner Transfertätigkeiten im Winterfenster für beendet. Aber auch so muss Müller um Minuten auf dem Platz kämpfen. Gegen Leipzig kam die 33 Jahre alte Vereinsikone erst in der 83. Minute. Auf die Frage, ob er lieber früher eingewechselt worden wäre, antwortete Müller: «Grundsätzlich ist man immer bereit, man ist bereit für alles.» 

Er sei natürlich heiß drauf, Minuten zu sammeln. Aber Müller sieht nicht sich, sondern den Verein an erster Stelle. «Jeder einzelne muss sich da dem Team unterordnen, das gilt genauso auch für mich», sagte er. 

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