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Wieder in der Nachspielzeit: Aue verliert auch in Ingolstadt

Nico Antonitsch von Ingolstadt (l) und Nikola Trujic von Erzgebirge Aue im Zweikampf um den Ball. / Foto: Matthias Balk/dpa
Nico Antonitsch von Ingolstadt (l) und Nikola Trujic von Erzgebirge Aue im Zweikampf um den Ball. / Foto: Matthias Balk/dpa

Pavel Dotchev kann in seiner Rolle als Sportdirektor des FC Erzgebirge Aue die Planungen für die 3. Fußball-Liga forcieren. Im Kellerduell der 2. Bundesliga unterlagen die Erzgebirger am Freitagabend trotz wieder einmal viel Moral beim Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt mit 2:3 (0:2) und haben bei noch sieben ausstehenden Spielen elf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Die Tore des eingewechselten Antonio Jonjic (69. Minute) und von Sören Gonther (89.) nutzten nichts, da Andreas Poulsen in der ersten Minute der Nachspielzeit für Ingolstadt traf.

«Wer das Spiel verliert, steigt ab», hatte Trainer Dotchev vor der Partie prophezeit. Und es lief mal wieder alles schief, was in so einem wichtigen Spiel schief laufen kann für die Auer. Bereits nach sechs Minuten sah Osei Prince Owusu nach einer Tätlichkeit an Marcel Gaus die Rote Karte. Nachdem dann Ben Zolinski (12.) die Führung für die «Veilchen» knapp vergeben hatte, schlugen die Schanzer eiskalt zu. Zunächst kam Patrick Schmidt im Auer Strafraum völlig frei in der Mitte zum Abschluss (24.), vier Minuten später war es der Nordmazedonier Visar Muslia, der nach einer Ecke per Kopf zum zweiten Mal traf.

Was bis zur Pause folgte, war das von Dotchev vorhergesagte zerfahrene Spiel, in dem die Gastgeber leichte Vorteile hatten. Ansehenswerte Aktionen gab es jedoch wenig. Aue musste sich sortieren und aufpassen, dass bei Schneeregen nicht noch mehr passierte.

Nach dem Wechsel änderte sich wenig. Viele Fehler auf beiden Seiten verhinderten einen konstruktiven Spielaufbau. Wenn es erwähnenswerte Chancen gab, dann zunächst für Ingolstadt. So hatte erneut Schmidt (55.) das 3:0 auf dem Fuß, verpasste eine scharfe Eingabe jedoch knapp.

Von den Sachsen war im Angriff wenig zu sehen. Wenn überhaupt, dann sorgte Zolinski für etwas Gefahr vor dem Tor des früheren Auers Robert Jendrusch. Der musste dann aber doch noch hinter sich greifen. Eine Schlafwageneinlage der Gastgeber brachte Jonjic in eine gute Schussposition, die er auch verwertete. Danach spielten die Auer zwar nach vorn, die besseren Chancen hatte aber Ingolstadt: Florian Pick (76.) streifte mit seinem Schuss den Außenpfosten, Schmidt (82.) traf die Latte, nachdem Aues Torhüter Martin Männel gerade noch mit den Fingerspitzen am Ball war.

Und dann gab es doch noch die typische Auer Schlussphase. Erst traf Gonther zum umjubelten, wenn auch schmeichelhaften Ausgleich. Doch die Hausherren hatten noch einen sehenswerten Fernschuss von Poulsen zu bieten, der die Auer Niederlage besiegelte.

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