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Fiel warnt Dynamo nach Derby-Pleite und gesteht Fehler ein

30.09.2019 von

Foto: Trainer Cristian Fiel von Dresden gestikuliert an der Seitenlinie. Foto: Robert Michael/Archivbild

Die 1:4-Packung im Derby war für Dynamo mehr als eine Lehrstunde. Dresdens Cheftrainer Cristian Fiel ging hart ins Gericht mit seinen Spielern. «Wenn wir solche Fehler machen, werden wir kaum mehr Punkte holen», sagte er nach dem desaströsen Auftritt beim Zweitliga-Rivalen FC Erzgebirge Aue. Bei seinem Rundumschlag nahm er sich selbst nicht aus. «Das ist mein Fehler», meinte er zum Einsatz von Linus Wahlquist, der wohl mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache war. Immerhin leistete sich der Schwede, dessen Frau hochschwanger ist, laut Coach zwei Aussetzer. Dennoch meinte Fiel. «Ich nehme das auf meine Kappe, ich hätte ihn nicht aufstellen müssen.»

Schon am kommenden Samstag will der Trainer eine Reaktion sehen, wenn Erstliga-Absteiger Hannover 96 Rudolf-Harbig-Stadion zu Gast ist. «Wenn wir so verteidigen, bekommen wir nicht nur vier Tore in Aue, dann wird es bei jedem Spiel schwer», meinte Abwehrspieler Chris Löwe. Der Routinier appelliert ans Team: «Das alles Entscheidende ist, dass wir die Dinge kritisch ansprechen. Nicht weniger wichtig ist, dass jetzt niemand auf den anderen mit dem Finger zeigt.» Selbstzerfleischung will er vermeiden, denn «wenn es nicht läuft, zeigst du deinen Charakter und ob du eine Mannschaft bist. Das müssen wir jetzt.»

Fünf Spiele war Dynamo zuvor ungeschlagen, reiste mit drei Remis und zwei Siegen auf dem Konto voller Erwartungen zum sächsischen Rivalen ins Erzgebirge. Die Gäste gingen sogar in Führung. Doch dann häuften sich die Patzer, die Aue clever ausnutzte. Dynamo-Kapitän Marco Hartmann war sichtlich angefressen. «Wir pennen in einzelnen Situationen komplett, es sind zu viele individuellen Fehler dabei. Du betreibst einen riesen Aufwand und verschenkst es durch solche Situationen. Das muss man lernen. Du kannst 85 Minuten lang alles machen, aber wenn du fünf Minuten pennst, bekommst du drei Dinger. Das passiert uns leider zu häufig», sagte Hartmann und fordert von seinen Nebenleuten, dass sie «über 90 Minuten in jeder Situation gallig und bereit sein müssen».

Auch wenn die Ambitionen an der Elbe hoch sind, nach dem ohnehin verpatzten Saisonstart hat Dynamo nur zwei Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. Nun kommt Hannover und dann geht es zur SpVgg Greuther Fürth, die nach der 0:3-Heimpleite gegen Kiel daheim etwas gutzumachen haben. Mut zugesprochen bekommen die Schwarz-Gelben ausgerechnet von Ex-Spieler Pascal Testroet. «Sie haben schon eine brutale Qualität und Dynamo wird genügend Punkte holen, dass wir die nächsten Jahre weiter coole Derbys erleben», sagte der Stürmer, der mit seinem Doppelpack selbst zur Pleite seines früheren Vereins beitrug.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Trainer Cristian Fiel von Dresden gestikuliert an der Seitenlinie. Foto: Robert Michael/Archivbild

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