Für persönliche Befindlichkeiten ist bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden aktuell kein Platz. Das zeigte sich erneut auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Offensivspieler Panagiotis Vlachodimos, der in Stuttgart geboren und in der Nachwuchsabteilung des VfB ausgebildet wurde, war mit dem für ihn persönlich anstehenden Derby konfrontiert worden. «Soweit habe ich eigentlich gar nicht gedacht, um ehrlich zu sein nein», erklärte der 30-Jährige.
Diese Aussage kann durchaus so verstanden werden, dass bei den Dresdnern jeder verstanden hat, wie brenzlig die Situation ist. Nach 15 sieglosen Spielen in Serie ist die Abstiegsrelegation gegen den Drittplatzierten der 3. Liga (20./24. Mai) unumgänglich. Auf dem Weg dahin wolle man «jeden Tag und jedes Spiel nutzen», um sich «mental und physisch in die bestmögliche Verfassung» zu bringen, erklärte Trainer Guerino Capretti. Nach durchwachsenen Leistungen in der jüngeren Vergangenheit habe er beim Remis gegen Regensburg (1:1) in der Vorwoche eine Leistungssteigerung gesehen. Gegen den KSC erwartet der 40-Jährige «Intensität und Vollgas» von seiner Mannschaft.