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Aue-Torwart schenkt Dynamo Derby-Sieg: Königsdörffer eiskalt

Dynamos Ransford-Yeboah Königsdörffer (M) jubelt nach seinem Tor zum 0:1 mit Christoph Daferner (r). / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Dynamos Ransford-Yeboah Königsdörffer (M) jubelt nach seinem Tor zum 0:1 mit Christoph Daferner (r). / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dynamo Dresden hat seine Siegesserie in der 2. Fußball-Bundesliga fortgestzt und auch das brisante Sachsen-Duell bei Erzgebirge Aue für sich entschieden. Ransford-Yeboah Königsdörffer (61.) traf im leeren Erzgebirgsstadion zum dritten Dresdner Sieg im vierten Spiel hintereinander. Dynamo beendete dadurch die Hinrunde als Tabellen-Elfter. Aue bleibt infolge der neunten Saisonniederlage auf dem Relegationsrang-16.

«Wir kommen unten nicht raus, kassieren in unserem Wohnzimmer eine Derby-Niederlage. Das tut mir unheimlich weh und ist absolut daneben. Aber die Mannschaft hat ein ordentliches Spiel gemacht, bekommt aber den Ball nicht im Tor unter», sagte Aues Teamchef Marc Hensel. Dimtrij Nazarov ergänzte. «Das ist 2. Liga, die ist nun einmal schwer zu spielen. Wir machen einfach die Chancen nicht. Ich glaube nicht, dass Dresden nochmal zurückkommt, wenn wir in Führung gehen.»

Dynamos Chris Löwe hatte eine völlig andere Gefühlslage: «Das ist der schönste Sieg der Saison. Ich komme aus der Region und weiß, dass es für die Leute in Dresden was besonderes ist. Da wir auch noch Platz nach unten geschaffen haben, ist es ein absolut gelungener Tag», betonte Löwe.

Trotz aller Brisanz und Emotionen, beide Mannschaften hatten im 105. Sachsen-Duell mehr zu bieten, als nur Kampf. Dresden dominierte die Partie zumindest im Ballbesitz und ließ das Spielgerät zumindest bis kurz vor den Auer Strafraum gut laufen. Den Gästen fehlten jedoch die Ideen, um hinter die gut gestaffelte Auer Hintermannschaft zu gelangen. Die stand auch ohne den in häuslicher Quarantäne befindlichen Ex-Dynamo Sören Gonther zumeist sicher.

Einzig ein Distanzschuss von Yannick Stark (13.) zwang Torwart Martin Männel zum Eingreifen. Bereits in der 2. Minute kam Christoph Daferner auf Flanke von Morris Schröter nicht mehr richtig hinter den Ball und bugsierte das Spielgerät mit dem Oberschenkel über das Tor.

Dass es torlos in die Kabine ging, lag aber nicht nur an der Dresdener Ideenlosigkeit, sondern auch an der fehlenden Konsequenz der Hausherren, die gleich zwei gute Einschussmöglichkeiten zu einfach liegen ließen. In der 5. Minute rettete Kevin Broll gegen Dimitrij Nazarov, der im Fünfmeterraum unbedrängt zum Abschluss kam. Eine Viertelstunde später wäre Dresdens Torwart machtlos gewesen. Doch Tom Baumgart verzog aus acht Metern neben das Tor.

Auch nach der Pause waren die «Veilchen» zunächst über ihre schnellen Konter gefährlich. Nicolas Kühn (48.) verpasste aber in aussichtsreicher Position die Auer Führung nur knapp. Erneut rettete Dresdens Schlussman Broll.

Auch im Anschluss war Aue zunächst das gefährlichere Team. Doch ausgerechnet der Dienstälteste, Torwart Männel, lud die Gäste in seinem 322. Zweitliga-Spiel zur Führung ein. Sein Fehlpass landete bei Königsdörffer, der nach seinen ersten beiden Toren in der Vorwoche auch dieses Mal eiskalt blieb und aus spitzem Winkel einschob.

Das Tor war ein Wirkungstreffer, denn Aue wirkt lange Zeit geschockt. Erst kurz vor dem Abpfiff kamen die Hausherren noch einmal gefährlich vor das Dresdner Tor. Der eingewechselte Antonio Mance lupfte jedoch freistehend vor Broll über den Dresdner Torhüter und auch über das Tor. Es blieb beim - zumindest mit Blick auf die Torchancen - etwas glücklichem Dresdner Auswärtssieg.

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