Dynamo Dresdens Torwart Kevin Broll ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch nach dem 1:3, der neunten Saisonniederlage des Aufsteigers, am Freitagabend bei Jahn Regensburg platzte dem Torwart des Fußball-Zweitligisten der Kragen. «Als wir hier Fußball gespielt haben, hat man gesehen, spielen wir uns auch Chancen heraus. Doch auf einmal machen wir wieder viel zu wenig, lassen uns hinten reindrücken, wofür ich keinen Grund gesehen habe. Das ist dann einfach der Unterschied zwischen Männerfußball und Jugendfußball bei uns», erklärte der 26-Jährige dem MDR.
Binnen weniger Minuten hatten Broll und seine Teamkollegen die Partie beim Überraschungsteam aus der Hand gegeben. Nach der 1:3-Niederlage stehen die Sachsen wie so oft in den vergangenen Monaten trotz einer engagierten Leistung ohne Zählbares da. «Ist mir scheißegal, was die gerade denken. Ich bin sauer», schimpfte er angesprochen auf das momentane Befinden seiner Teamkollegen.
Trainer Alexander Schmidt will dagegen sein positive Grundstimmung zumindest nach außen nicht verlieren. Angesichts der aktuellen Bilanz von acht Niederlagen in den letzten zehn Spielen sicherlich nicht einfach. «Die Stärke in dieser Saison wird es sein, dass du gegen Widerstände ankämpfst und sie als Herausforderung annimmst. Es wird immer wieder Rückschläge geben», erklärte der 53-Jährige.