Die Minimalchance für den FC Erzgebirge Aue ist nicht größer geworden. Im Gegenteil. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev hat nach dem 2:2 (2:1) gegen Hansa Rostock am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga bei noch drei ausstehenden Spielen sieben Punkte Rückstand auf Dynamo Dresden und den Relegationsrang. Die Hanseaten hingegen verpassten es, vorzeitig den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt zu machen. «Wir haben zuviel in Aue liegen lassen und es auch heute wieder nicht geschafft, drei Punkte zu holen», sagte ein enttäuschter Aue-Kapitän Dimitrij Nazarov auf Sky, «wenn der Abstieg kommt, haben wir es verdient.»
Die Gastgeber gingen vor 10.929 Zuschauern im Erzgebirgsstadion glücklich nach einem Eigentor von Lukas Fröde (8. Minute) in Führung. Dann nutzte Hansa einen Patzer in der Auer Hintermannschaft und glich per Foulstrafstoß durch John Verhoek (24.) aus, ehe Nazarov (45.) Aue noch vor dem Wechsel wieder in Führung schoss. Hanno Behrens (52.) sorgte für das 2:2.
Die Partie begann im Dauerregen ganz nach dem Geschmack der Erzgebirger. Nach einer lang in der Luft stehenden Flanke nach einem Freistoß von Soufiane Messeguem (8.) will Hansas Lukas Fröde vor Malcolm Cacatalua klären, beförderte den Ball aber mit der Fußspitze aus fünf Metern direkt über die eigene Torlinie. Pech für Hansa: Coach Jens Härtel hatte Fröde nach dem 1:1 gegen Regensburg wie Calogero Rizzuto extra in die Startelf befördert. Dotchev änderte sein Team nur auf einer Position: Prince Owusu begann für Nicolas Kühn.