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Zentralrat der Muslime: Rassismus-Gefahr leider weiter real

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat zum Gedenktag 1. Juli alle gesellschaftlichen Kräfte in Deutschland zum Widerstand gegen Muslimfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus aufgerufen. Es gelte, sie «mit Herz und Verstand zu bekämpfen, denn letztlich tun wir das in unserem Land um unserer Demokratie und Freiheit willen», sagte der Vorsitzende Aiman Mazyeck laut Mitteilung vom Mittwoch.

Am Donnerstag wird zum 12. Mal an den gewaltsamen Tod der Ägypterin Marwa El-Sherbini im Dresdner Landgericht erinnert. Auch «blutige rassistische Ereignisse» in den Jahren danach - NSU, München, Halle, Hanau, der Anschlag auf einen Imam in Dresden - zeigten, «dass die Gefahr leider weiter real ist.»

Die Muslima El-Sherbini hatte einen Mann wegen rassistischer Beleidigungen angezeigt. In der Berufungsverhandlung am 1. Juli 2009, in der die Pharmazeutin als Zeugin aussagte, stach der Angeklagte die schwangere 31-Jährige mit einem Messer nieder und verletzte auch ihren Mann schwer - vor den Augen des dreijährigen Sohnes. Die Bluttat hatte Entsetzen in Deutschland und Proteste in der islamischen Welt ausgelöst. Der Täter war wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. «Das Motiv war Islamhass, Muslimfeindlichkeit und Rassismus», sagte Mazyek.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH