Grünes Licht für Strukturwandelprojekte in Sachsen und Brandenburg: Die Stiftung für das sorbische Volk hat den Weg für die Förderung der sorbischen/wendischen Kultur und Sprache zur Abmilderung der Folgen des Kohleausstiegs im Lausitzer Revier frei gemacht. «Wir haben bei unserer Sitzung einen Etat über 29 Millionen Euro für das Jahr 2022 verabschiedet. Durch die Abstimmung über die Förderrichtlinien haben wir zudem die Weichen für die Ausgabe der ersten Strukturmittel zugunsten der Lausitzer Sorben ab 2022 gestellt», sagte Stiftungsratsvorsitzende Susann Schenk beim Online-Pressegespräch am Mittwoch.
Für die Förderung der sorbischen Sprache und Kultur erhalten Sachsen und Brandenburg auf Grundlage des Investitionsgesetzes für die Kohleregionen zwischen 2022 und 2038 jährlich gut vier Millionen Euro. Die Bundesregierung hat die Stiftung für das sorbische Volk mit der Verwaltung der zusätzlichen Strukturmittel beauftragt. «Bei der Vergabe haben Brandenburg und Sachsen unterschiedliche Wege gewählt», sagte die stellvertretende Stiftungsdirektorin Michaela Moosche.