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Bike24 sieht Geschäft durch Krieg ausgebremst

Der Dresdner Online-Fahrradhändler Bike24 sieht sein Geschäft im ersten Halbjahr durch den Krieg Russlands in der Ukraine belastet. Die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten hätten negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, woraus Lieferengpässe, Inflation und Rezessionsängste resultierten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Dresden mit. Aufgrund der weiteren Verschärfung der Rahmenbedingungen habe man die Erwartungen für das laufende Jahr reduzieren müssen. Für das Gesamtjahr wird nun ein Umsatzwachstum von maximal fünf Prozent erwartet.

Nach Angaben des Unternehmens stieg der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2022 bezogen auf den gleichen Zeitraum des Vorjahres um 1,1 Prozent auf 128,8 Millionen Euro - trotz «eingetrübter Konsumstimmung», wie es hieß. Das Geschäft mit Kompletträdern habe um 12 Prozent zugenommen, die Zahl aktiver Kunden um sieben Prozent auf rund 848.000. Vor allem auf den Auslandsmärkten in Frankreich, Italien und Spanien habe man zulegen können. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde mit 9,1 Millionen Euro angegeben, im ersten Halbjahr 2021 waren es knapp 19,0 Millionen Euro.

Nach Ansicht von Geschäftsführer und Firmengründer Andrés Martin-Birner gewinnt nachhaltige Mobilität in Zeiten steigender Energiekosten in ganz Europa an Bedeutung. «Dennoch haben die Auswirkungen von Krieg, hoher Inflation und verunsicherten Verbrauchern inzwischen auch unser Marktsegment beeinflusst». Längerfristig sehe man die Entwicklung nach wie vor äußerst positiv, hieß es. Die Errichtung des südeuropäischen Logistikzentrums im Raum Barcelona schreite plangemäß voran. Noch im laufenden Jahr sollen erste Kunden in Südeuropa vom neuen Standort aus beliefert werden.

Der 2002 gegründete Online-Shop bietet nach eigenen Angaben 77.000 Artikel rund ums Fahrrad von mehr als 800 Marken. Lokale Online-Shops von Bike 24 gibt es auch in Österreich, Spanien, Frankreich und Italien.

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