Im Darknet sind Login-Daten von zahlreichen deutschen Landtagsabgeordneten aufgetaucht - auch von Abgeordneten aus Sachsen. Wie das Schweizer IT-Unternehmen Proton mitteilte, fand es bei einer Recherche die Zugangsdaten für zahlreiche Anwendungen von 241 deutschen Landtagsabgeordneten. Die betroffenen Politikerinnen und Politiker nutzten ihre offiziellen E-Mail-Adressen dabei unter anderem, um Konten auf Webseiten wie Dropbox, LinkedIn oder Adobe anzulegen.
Auch sächsische Abgeordnete betroffen
Am stärksten waren Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Bremen betroffen, wo laut dem Unternehmen die Daten von mehr als der Hälfte der Abgeordneten auffindbar sind. Auch von Mitgliedern des sächsischen Landtags sind Daten entdeckt worden, allerdings ist der Anteil deutlich geringer. Bei einer Recherche der Deutschen Presse-Agentur sind die offiziellen E-Mail-Adressen von etwa 8 Prozent der Abgeordneten in Datensätzen aufgetaucht. Mit den Adressen sind etwa Konten bei Social-Media-Accounts, Google, und Dropbox verknüpft.