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Kirchgemeinden in Sachsen erinnern an Jahrhundert-Hochwasser

Sächsische Gemeinden der evangelischen Landeskirche an Elbe, Mulde und anderen Flüssen gedenken in ihren Gottesdiensten im August der Jahrhundertflut 2002. Diese habe bewusst gemacht, «was solche extremen Wetterlagen für Schaden anrichten können», sagte Oberlandeskirchenrat Thilo Daniel laut Mitteilung vom Donnerstag in Dresden. Für die Kirche sei das eine doppelte Herausforderung. «Wir haben den Auftrag die Schöpfung zu bewahren und - im Falle solcher extremen Lagen, wie es die Brände dieses Jahres wieder sind - den betroffenen Menschen mit unserer Seelsorge und mit tatkräftiger Hilfe, wie sie damals von der Diakonie geleistet wurde, beizustehen.»

Am 13. August ein Gedenkkonzert in der Frauenkirche Grimma. Dabei werde auch jenen gedankt, die in den Tagen der Not mit Spenden und bei der Aufräumarbeit geholfen haben. Das Hochwasser hatte die gesamte Altstadt verwüstet, darunter auch die Frauenkirche, die Superintendentur, das Pfarr- und Gemeindehaus, erinnerte Superintendent Christian Behr, der damals dort Pfarrer war. Nachdem das Wasser weg war, wurde das Gotteshaus Andachtsort und Helferzentrum zugleich. Und in Dresden-Laubegast, den die Elbe tagelang umschloss, wird am 21. August wieder ein Inselfestgottesdienst am Ufer gefeiert - eine Tradition seit damals.

Auf dem Gebiet der Landeskirche entstand laut Mitteilung ein Schaden von insgesamt gut 13,5 Millionen Euro an 108 Objekten, vor allem im Elbtal von Bad Schandau bis Riesa und im das Tal der Mulde bei Grimma. Spenden, Gelder der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) und Mittel der EKD, von Partnerkirchen sowie staatliche Zuschüsse ermöglichten eine zügige Sanierung der meisten Kirchen, Gemeindehäuser und sozialer Einrichtungen. Für den Nothilfefonds der Diakonie kamen in einer Sonntags-Kollekte 604.000 Euro zusammen - eine Rekordsumme.

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