In Sachsen wird heute vielerorts der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise gedacht. Zahlreiche Kirchen und Kapellen öffnen ihre Türen, um unter dem Motto «Zeit zur Klage - Raum für Hoffnung» den Menschen Gelegenheit zum Gedenken an Verstorbene und zur Fürbitte für Leidtragende zu geben. Geplant sind Gottesdienste, offene Kirchen, Andachten sowie Zeiten der Stille.
In der Leipziger Nikolaikirche ist am Sonntagnachmittag ein gemeinsames Corona-Gedenken von Stadt, Kirchen und Religionsgemeinschaften geplant. Die Veranstaltung wird live übertragen. «Selbst im Gedenken kommen wir an den Einschränkungen, die uns die Pandemie auferlegt, nicht vorbei. Aber gerade deshalb möchte ich alle Leipzigerinnen und Leipziger sehr herzlich einladen, per Livestream in der Nikolaikirche dabei zu sein, um den Worten von persönlich Betroffenen zu folgen, die Musik zu hören und innezuhalten», so Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).
In Dresdner Gotteshäusern sollen um 15.00 sowie um 18.00 Uhr die Glocken läuten. In der Dresdner Frauenkirche nehmen unter anderen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sowie der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an einer Andacht teil.