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Frauenkirche Dresden schließt wegen Wartungsarbeiten

Die Dresdner Frauenkirche bleibt in der kommenden Woche wegen Wartungsarbeiten geschlossen. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Die Dresdner Frauenkirche bleibt in der kommenden Woche wegen Wartungsarbeiten geschlossen. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Winterputz in der Frauenkirche Dresden. Etwa 40 Fachleute arbeiten an der Instandhaltung des Gotteshauses. Warum die Stiftung dabei auf Spenden angewiesen bleibt, erklärt die Geschäftsführerin.

Die Dresdner Frauenkirche bleibt in der kommenden Woche wegen Wartungsarbeiten für Gäste geschlossen. Wie die Stiftung Frauenkirche mitteilte, sind vom 12. bis 17. Januar Fachleute verschiedenster Gewerke im Einsatz, um das Gotteshaus wieder auf Vordermann zu bringen. Rund 40 Leute - darunter Tischler, Maler, Restauratoren und Elektrotechniker - kümmern sich unter anderem um Holzarbeiten, Ausbesserungen am Innenanstrich und Türen, um Steinverfugungen und Brandschutzvorrichtungen. 

Preissteigerungen machen erhöhte Ausgaben erforderlich

Außerdem werden Lüfter im Hauptkuppelraum erneuert, die Beleuchtung der Innenkuppel gewartet und die Lichtsteuersoftware aktualisiert, hieß es. In den letzten beiden Tagen wird die Kirche von der Unterkirche bis zur Laterne gründlich gereinigt. Für die Maßnahmen sind rund 50.000 Euro veranschlagt. Wegen Preissteigerungen sei das mehr als in den Vorjahren. Arbeiten am Fußboden würden auch in den kommenden Wochen fortgesetzt. 

Wartungsaufwand wächst mit zunehmendem Alter des Bauwerkes

«Als Großkirche mit hoher Nutzungsdichte und circa zwei Millionen Gästen im Jahr und als Gebäude mit einer komplexen Bauphysik erfordert die Frauenkirche eine kontinuierliche fachliche Wartung», erklärte Stiftungsarchitekt Thomas Gottschlich. Mit zunehmendem Alter des Bauwerkes sei das eine wachsende Herausforderung – sowohl organisatorisch als auch finanziell.

Die Frauenkirche Dresden war im Zweiten Weltkrieg nach Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber eingestürzt und nach der Wende in der DDR mit Spenden aus dem In- und Ausland wieder aufgebaut worden. 2005 erfolgte die Weihe des Gotteshauses. Heute gilt die Kirche als Symbol für Versöhnung und Völkerverständigung. 

Frauenkirche bleibt auf Spenden angewiesen

«Mit dem Eintritt in die dritte Dekade ihres Bestehens wachsen sowohl die Anforderungen als auch der Aufwand und die damit verbundenen Kosten für den baulichen Erhalt der Frauenkirche. Die gemeinnützige Stiftung, die sich wirtschaftlich selbst trägt, ist deshalb weiterhin auf Spenden angewiesen», betonte Stiftungsgeschäftsführerin Maria Noth.

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