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Bistum und Landeskirche rufen zum Energiesparen auf

Mit einer leichten Schneeschicht sind die Dächer der Häuser rund um die Nikolaikirche am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages bedeckt. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Mit einer leichten Schneeschicht sind die Dächer der Häuser rund um die Nikolaikirche am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages bedeckt. / Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das Bistum Dresden-Meißen und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche (EVLKS) haben die sächsischen Kirchengemeinden zum Energiesparen aufgerufen. «Die Ereignisse überschlagen sich fast täglich und besonders die Aufgabe zur Energieeinsparung fordert uns alle zum Handeln auf», erklärte die EVLKS in einer an die Gemeinden versendeten Empfehlung, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. So sollen Heizungen unter anderem erst dann eingeschaltet werden, wenn die Raumtemperatur mehr als zwei Grad unterhalb der Solltemperatur liegt. Zudem sollen Veranstaltungen zeitlich gebündelt werden, um den Verbrauch zu reduzieren.

Auch das Bistum Dresden-Meißen will den Energieverbrauch in den eigenen öffentlichen Gebäuden senken und hat deswegen vier Maßnahmen angeordnet. So sollen unter anderem Gemeinschaftsflächen nicht beheizt werden, wenn sich dort mehrere Personen aufhielten. Auch gelten Höchsttemperaturen in kirchlichen Arbeitsräumen, warmes Wasser zum Händewaschen sowie Außenbeleuchtungen sollen abgeschaltet werden.

Die Empfehlungen der EVLKS seien «nichts Neues», sagte Pressesprecherin Tabea Köbsch der dpa. Beispielsweise sei das mit Blick auf die Energiekrise von der Landeskirche empfohlene Konzept einer «Winterkirche», also die Nutzung der Gemeindesäle für Gottesdienste, in vielen Gemeinden seit Jahren gängige Praxis. Die EVLKS gehe davon aus, dass sich die einzelnen Gemeinden schon vor der Herausgabe der Empfehlungen Gedanken über Möglichkeiten des Energiesparens gemacht haben: «Das hat natürlich auch damit zu tun, dass die Kirchen durch die rückläufigen Mitgliederzahlen nicht mehr benötigt werden.»

Eine Kirche nicht zu beheizen sei jedoch mit einigen Abwägungen verbunden, ergänzte Köbsch: «Damit Orgeln und Holz in gutem Zustand bleiben, müssen Sparmaßnahmen vorher gut geprüft werden.» So dürfe die Temperatur unter anderem nicht gesenkt werden, wenn die Luftfeuchtigkeit relativ hoch sei, so die Empfehlung der Landeskirche.

Die EVLKS vertritt über 628.000 Mitglieder aus 338 Kirchengemeinden mit 1600 Kirchen in Sachsen. Dem weitaus kleineren Bistum Dresden-Meißen gehören 37 Pfarreien an.

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