Das Leben der Zisterzienserinnen im Kloster St. Marienthal direkt an der Grenze zu Polen ist klar geregelt. Der Tag beginnt um 5.00 Uhr mit einem frühen Gebet in der Gemeinschaft, 7.30 Uhr folgt die Heilige Messe, danach das gemeinsame Frühstück. Im Anschluss gehen die Schwestern der Arbeit nach, für die sie eingeteilt sind. Das Klosterleben folgt der Regel des Heiligen Benedikt und basiert auf dem Leitsatz «Ora et labora» (Bete und arbeite).
Stille und Schweigen gehört zu den Grundregeln - auch für Petra Articus, die das Kloster im ostsächsischen Ostritz als Äbtissin leitet. «Ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass mir im Kloster etwas fehlen könnte», sagt sie. Eine Entscheidung für das Kloster bedeute zwar Verzicht, aber gleichzeitig auch Gewinn. Alles, was ihr Leben wichtig ist, habe sie dort gefunden: Gebet und Arbeit, Dasein für Gott, für die Kinder und andere Menschen.