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Angriffe auf Wegkreuze in der Lausitz: Belohnung ausgesetzt

Eine Wolkenfront zieht hinter einem Wegkreuz über die im Sonnenuntergang liegende Berglandschaft. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
Eine Wolkenfront zieht hinter einem Wegkreuz über die im Sonnenuntergang liegende Berglandschaft. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Gut einen Monat nach der Beschädigung von vier Wegkreuzen in der Gemeinde Wittichenau (Landkreis Bautzen) sind verschwundene Teile der Kreuze und Befestigungen wieder aufgetaucht. Sie wurden auf einem an die Tatorte angrenzenden Feld gefunden, wie die Polizeidirektion Görlitz am Freitag mitteilte. Sie bittet erneut die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach den unbekannten Tätern und setzte. Für Hinweise, die helfen, sie zu finden und zu überführen, wurde eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Taten zusammenhängen.

In der Nacht zum 22. Oktober waren an verschiedenen Orten zwei Metallkreuze mit einem Werkzeug abgeschnitten oder aus dem Granitsockel herausgebrochen, von einem weiteren eine Platte entfernt und ein viertes Kreuz aus Holz mit Christus-Korpus abgeschraubt und kopfüber auf den Sockel gestellt worden. Der Diebstahl- und Sachschaden liegt nach Polizeiangaben bisher bei rund 15 000 Euro.

Schändungen dieser Art gibt es seit Jahren immer wieder in der katholischen Lausitz, dem Siedlungsgebiet der sorbischen Minderheit. Insgesamt stehen fast tausend Kreuze und andere religiösen Symbole an Straßen, in Dörfern oder an Feldrändern. Die meisten sind in Privatbesitz, werden von Familien auf deren Grund aufgestellt und gepflegt.

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