Die konservative Werteunion in der sächsischen CDU sortiert sich neu und kritisiert die Arbeit der Regierung unter Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) deutlich. «Unsere Befürchtungen haben sich leider bestätigt», sagte Ulrich Link, Vorsitzender der Werteunion im Freistaat, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Vor allem das von den Grünen geführte Justizressort sei für «haarsträubende Dinge» verantwortlich. Als Beleg nannte Link das Hissen der Regenbogenfahne vor dem Ministerium: «Ich bin sehr enttäuscht, dass der Ministerpräsident das alles geschehen lässt. Er trägt die übergeordnete Verantwortung.»
Nach Ansicht von Link ist auch der von Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) geplante «Umbau der Landwirtschaft» der falsche Weg. Das sei praktisch die Bauanleitung für ein «rot-grünes Musterland». An dieser Stelle müsse der Regierungschef sagen: «Stopp! So geht es nicht.» Die Grünen hätten nach Ansicht der Werteunion auch für die Aufblähung des Personals in der Verwaltung gesorgt. Ihnen sei es offensichtlich darum gegangen, Leute unterzubringen und Versorgungsposten zu schaffen, kritisierte Link. Ihm zufolge fehlt der Union derzeit der Gestaltungswille: «Wir haben andere Erwartungen an eine Regierung.» Ein Politikwechsel in der CDU sei überfällig.