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Stadt Leipzig will bis 2040 klimaneutral werden

Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog will die Stadt Leipzig bis 2040 klimaneutral werden. Die Emissionen sollen ausgehend von 5,18 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß pro Kopf im Jahr 2020 auf 1,9 Tonnen im Jahr 2030 gesenkt werden, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Dafür sollen die Emissionen in den Bereichen Verkehr und Gebäude jeweils um gut 43 Prozent, bei der Industrie um 36,6 Prozent reduziert werden. Mit weiteren Maßnahmen soll bis 2040 ein Wert von 0,25 Tonnen pro Kopf erreicht werden.

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal bezeichnete den Klimawandel als die derzeit größte Herausforderung. «Mit dem Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 möchten wir über die kommunalen Hebelsektoren Verkehr, Wärme- und Stromversorgung zusammen mit unseren städtischen Gesellschaften fast 60 ambitionierte Maßnahmen in 7 Handlungsfelder bis 2030 umsetzen.»

Für die Jahre 2023/24 liegt der Schwerpunkt auf der Verkehrswende. «Unsere bundesweite Initiative zu Tempo 30 auf Leipzigs Straßen, wie auch der Ausbau des ÖPNV und des Fahrradnetzes sind dabei wichtige Maßnahmen, die wir in den kommenden zwei Jahren intensiv angehen», sagte Baubürgermeister Thomas Dienberg.

Die Stadt Leipzig hatte 2019 den Klimanotstand ausgerufen und ambitionierte Ziele formuliert. Die Messestadt ist eine von 100 EU-Modellkommunen. Neben der Verkehrswende sehen die Maßnahmen eine klimagerechte Quartierentwicklung, eine nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft, sowie die Steigerung der erneuerbaren Energien in ÖPNV sowie den Fernwärmeausbau vor. Im September könnte der Stadtrat über das Konzept Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 entscheiden.

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