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Sorbenverband Domowina will sich auch Strukturwandel widmen

Der sorbische Dachverband Domowina (Bund Lausitzer Sorben) sieht weiter viel Arbeit beim Thema Spracherhalt. Die Zahl der Sorbisch-Lehrer ist aus seiner Sicht nicht ausreichend. «Da müssen wir neue Wege finden, auch mit der Politik», sagte Vorsitzender Dawid Statnik am Freitag in Vorbereitung der Domowina-Hauptversammlung am 12. Juni. 120 Delegierte wollen in Schleife unter anderem einen neuen Bundesvorstand wählen. Aktuell hat die größte Organisation und Interessenvertretung der Sorben und Wenden 7500 Mitglieder in der Ober- und Niederlausitz.

Für das Gremium gibt es 30 Bewerber aus der Ober- und Niederlausitz, davon sind die Hälfte neue und auch junge Kandidaten. «Wir stellen fest, dass immer mehr Jugendliche Mitglieder in unserem Verband werden», sagte Statnik.

Der Bundesvorstand legt die Schwerpunkte der Arbeit der Domowina fest. In dessen Zentrum werden künftig neben dem Erhalt der sorbischen Sprache und Kultur besonders Projekte des Strukturwandels im Lausitzer Revier stehen. Um die Menschen vor Ort mitzunehmen, plant die Domowina zum Beispiel Vor-Ort-Formate, um die mit dem Kohleausstieg verbundenen Sorgen und Hoffnungen direkt zu hören. Statnik sieht den Strukturwandel als Chance für die Lausitz.

Für die Domowina-Hauptversammlung haben sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) angekündigt. Nach offiziellen Angaben gibt es etwa 60 000 Sorben und Wenden, von denen zwei Drittel in Sachsen leben. Das Siedlungsgebiet der Sorben liegt in Ostsachsen, die niedersorbisch sprechenden Wenden sind im Süden Brandenburgs beheimatet.

Domowina

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH