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Sachsens Werte-Union befürchtet Radikalisierung im Vorstand

Vorsitzender der Werteunion Max Otte. Foto: Wolfgang Borrs/NDR/dpa
Vorsitzender der Werteunion Max Otte. Foto: Wolfgang Borrs/NDR/dpa

Die konservative Werte-Union in Sachsen befürchtet nach der Wahl von Max Otte zum Bundeschef eine Radikalisierung im Vorstand. Am Montag distanzierte sich der sächsische Landesvorstand geschlossen von der Wahl. «Wer eine Partei verändern möchte, muss die Akzeptanz der Parteibasis suchen. Dies erscheint uns nun kaum mehr möglich», hieß es in einer Erklärung. Der Landesvorstand verwies auf Presseberichte, wonach sich Otte in der Vergangenheit immer wieder für Positionen und Vertreter des mittlerweile aufgelösten «Flügels» der AfD stark gemacht habe. Dieser wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.

«Vor diesem Hintergrund sahen die sächsischen Kandidaten für weitere Positionen im Bundesvorstand keine Möglichkeit für eine zukünftige konstruktive Zusammenarbeit und zogen, wie auch Vertreter zahlreicher anderer Bundesländer, ihre Kandidatur zurück», teilte der Vorstand mit.

Die Wahl des Ökonomen hatte bereits am Wochenende Wirbel ausgelöst. Politiker etwa der Grünen, der FDP und der SPD kritisierten den 56-Jährigen für eine Nähe zur AfD. Glückwünsche hingegen kamen vom AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla. Otte war laut Medienberichten noch bis Januar 2021 Kuratoriumsvorsitzender der AfD-nahen Desiderius- Erasmus-Stiftung.

CDU-Chef Armin Laschet sagte am Montag nach Angaben von Teilnehmern in Beratungen des Präsidiums seiner Partei: «Diese Gruppierung hat mit der CDU nichts zu tun. Weder inhaltlich, noch strukturell, noch organisatorisch - oder auf irgendeine andere Art und Weise.» Die Werte-Union sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union, ist aber keine offizielle Parteigliederung.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH