Sachsen will bis 2030 bis zu einer Milliarde Euro in die Krankenhäuser investieren. «Damit unsere Krankenhäuser künftig gut aufgestellt sind, müssen wir investieren», sagte Gesundheitsminister Petra Köpping (SPD) im Landtag. Dafür gebe es den «Sachsenfonds» und Mittel des Bundes - auf diese Weise könne man den nötigen Strukturwandel meistern. Hinter dem «Sachsenfonds» verbirgt sich ein Investitionsprogramm, das auf dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität basiert.
Versorgung in der Fläche soll gesichert werden
Köpping appellierte an alle Beteiligten, diesen Weg zu unterstützen und so schnell wie möglich für die kommenden Jahre Planungssicherheit für die Krankenhäuser zu schaffen. «Nicht zuletzt handelt es sich auch um ein landesweites kommunales Investitionsprogramm, das Arbeit sichert und Arbeit schafft.» Damit an den richtigen Stellen investiert werde, gebe es den sächsischen Krankenhausplan. Er folge immer den Zielen eine hohe Qualität und Versorgung in der Fläche zu sichern.
Mehr Ärzte in Sachsen und dennoch freie Arztsitze
Köpping gab auch einen Überblick zur ambulanten Versorgung. 1995 seien in Sachsen 13.025 Mediziner tätig gewesen, 2024 bereits 20.180. Das klinge zwar gut, aber Ärztinnen und Ärzte hätten heute einen anderen Anspruch an ihre Arbeit und ihr Leben neben der Arbeit. «Dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der Wunsch nach plan- und überschaubarer Arbeitszeit in den Vordergrund gerückt sind, kann ich gut nachvollziehen und entspricht der gesellschaftlichen Entwicklung.»
Deshalb gebe es trotz steigender Ärztezahlen weiter unbesetzte Arztsitze, betonte die Ministerin: «Doch die gute Nachricht ist: Unsere langfristigen Maßnahmen beginnen langsam zu wirken. Zu Beginn des Jahres 2023 waren 452 Hausarztstellen unbesetzt. Vor einem Jahr waren es 373. Heute sind es 309 Stellen.»
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