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Klitschko im Stadtrat: Sehen, wer unsere Freunde sind

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Box-Profi. / Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa/Archivbild
Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Box-Profi. / Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa/Archivbild

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat sich für die Hilfen aus Deutschland und der Partnerstadt Leipzig im Ukraine-Krieg bedankt. «Wir sehen in diesen schwierigen Zeiten, wer unsere echten Freunde sind. Wir werden niemals eure Hilfe vergessen», sagte Klitschko am Mittwoch in einer Sitzung des Leipziger Stadtrats, zu der er per Videoübertragung zugeschaltet war.

In eindringlichen Worten schilderte Klitschko, welchen Horror er etwa im Kiewer Vorort Butscha erlebt habe. Hunderte Menschen seien dort gestorben, die genaue Zahl kenne man noch nicht. «Die Stadt ist völlig zerstört, die Infrastruktur existiert nicht mehr.»

Dennoch seien viele Menschen nicht deprimiert oder in Panik, sondern wütend und wollten ihr Land verteidigen. «Musiker, Künstler, Ärzte - heute ein Teil der zivilen Verteidigung», sagte Klitschko. Die Ukrainer kämpften mit einem anderen Willen als die russischen Soldaten. «Wir wollen nicht in einem Land leben, wo es keine Menschenrechte gibt, keine Pressefreiheit, keine demokratischen Werte.» Der russische Präsident Wladimir Putin verfolge mit seinem Krieg die kranke Vision eines russischen Imperiums. «Wir haben unsere Vision, ein Teil der europäischen, demokratischen Familie zu sein», sagte Klitschko.

Kiew ist seit 1961 die Partnerstadt Leipzigs. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hatte seit Beginn des Kriegs immer wieder seine Solidarität mit der Ukraine bekundet. Am Mittwoch wiederholte Jung das Versprechen, so viel wie möglich zu helfen und etwa Hilfsgüter nach Kiew zu schicken. 8000 Geflüchtete aus der Ukraine seien bereits in Leipzig untergekommen. «Wir möchten alles dafür tun, dass sie bei uns gastfreundlich aufgenommen werden», sagte Jung. Der Stadtrat gedachte der Opfer des Kriegs mit einer Schweigeminute.

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