Nach dem Ende des sogenannten Kalten Krieges galt es als unwahrscheinlich, dass Deutschland und damit auch Sachsen in einen heißen Konflikt hineingezogen werden könnte. Nach dem Angriff der russischen Armee auf die ukrainischen Nachbarn scheint vieles wieder möglich. Ist Sachsen darauf vorbereitet?
Schutzräume
Für Schutzräume sind nicht die Länder, sondern der Bund zuständig. Die funktionale Erhaltung öffentlicher Schutzräume wurde aber im Jahr 2007 eingestellt, wie die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf Anfrage mitteilt. Die im Ostteil Deutschlands bestehenden Schutzräume wurden nach der Wiedervereinigung Deutschlands nicht in das damalige Schutzraumkonzept des Bundes übernommen. «Im Ergebnis standen und stehen in Sachsen keine öffentlichen Schutzräume zur Verfügung», so die Bundesanstalt.
Sirenen
Zur Alarmierung der Bevölkerung über Krisen und Katastrophen dienen unter anderem Sirenen. Sachsen verfügt laut Innenministerium über insgesamt etwa 3200 Sirenen. Aus dem aktuellen Sirenenförderprogramm des Bundes erhält Sachsen rund 4,3 Millionen Euro. «Es wird erwartet, dass auf Basis der Umsetzung dieses Bundesprogrammes in Sachsen voraussichtlich zahlreiche weitere Sirenen in Sachsen angeschafft und installiert beziehungsweise vorhandene Sirenen modernisiert werden», teilte das Innenministerium mit. Allerdings genügen diese vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel nur für etwa 35 Prozent der von den Kommunen beantragten Förderungen für Sirenenanlagen.