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Jüdische Studierende prangern alltäglichen Antisemitismus an

Nach den Antisemitismus-Vorwürfen gegen ein Leipziger Hotel haben jüdische Studierende alltäglichen Judenhass in Deutschland angeprangert. «Der antisemitische Vorfall im Westin Hotel Leipzig hat erneut gezeigt, wie verbreitet Antisemitismus in allen gesellschaftlichen Milieus ist, und dass Jüdinnen und Juden mit diesem überall im Alltag konfrontiert werden», sagte die Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion, Anna Staroselski, der «Rheinischen Post» (Donnerstag). Sie erlebten Judenhass in der Schule, Uni, U-Bahn oder auf der Straße. In den letzten Jahren sei ein Anstieg antisemitischer Taten und Äußerungen zu verzeichnen, wie sich etwa auf den Corona-Demonstrationen oder den antisemitischen Protesten im Mai und Juni gezeigt habe.

Der Musiker Gil Ofarim hatte in einem Video geschildert, dass ihn ein Hotelmitarbeiter am Montagabend aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Der beschuldigte Hotelmitarbeiter erstattete laut Polizei seinerseits Anzeige wegen Verleumdung. Er schilderte den Vorfall deutlich anders als der Künstler. Ofarim ist der Sohn des israelischen Musikers Abi Ofarim (1937-2018) und in Deutschland aufgewachsen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH