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Innenminister für personalisierte Tickets im Fußball

Fans von Dynamo Dresden werfen Holzpfähle in Richtung der Polizei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild
Fans von Dynamo Dresden werfen Holzpfähle in Richtung der Polizei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild

Sachsens Innenminister Roland Wöller hat sich erneut für Stadionverbote für Gewalttäter ausgesprochen. Dafür sollten für Fußballspiele personalisierte Tickets geprüft werden, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag vor dem Landtag in in Dresden. «Das ist ein erster Schritt, den wir gehen wollen.» Die Innenministerkonferenz habe sich dem Vorschlag für Risikospiele angeschlossen. «Wir wollen das prüfen.» Fußballfans sollen dann für Stadien nur noch Eintrittskarten erhalten, auf denen ihr Name steht.

Beim Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München Mitte Mai hatten mehr als 500 gewaltbereite Fans Polizisten mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen angegriffen. Nach Angaben der Polizei wurden mehr als 150 Einsatzkräfte verletzt. Wöller sprach von einer «massiven Ausschreitung», wie er sie zuvor noch nicht gesehen habe. Gewalt - ob vor oder im Stadion - müsse mit aller «Härte des Gesetzes» bekämpft werden.

Personalisierte Tickets seien zwar kein Allheilmittel. «Aber wir sollten irgendwann mal anfangen», so Wöller. Es müsse gelingen, bundesweite Stadionverbote wirksam umzusetzen. Eine Umsetzung berge zwar auch datenschutzrechtliche Schwierigkeiten. Das sei es mit Blick auf Hunderttausende friedliche Fans aber wert. «Die müssen wir trennen von den gewaltbereiten Hooligans.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH